Düsseldorfer Christoph Schick ist ein Klavierlehrer für Erwachsene

Klavierspielen lernen : Ein Klavierlehrer für Erwachsene

Das macht mir Spaß Christoph Schick hat sich auf Bedürfnisse von Wieder- und Späteinsteigern spezialisiert.

Als Erwachsener noch anfangen Klavierspielen zu lernen oder die im Laufe der Jahre verschütt gegangenen Kenntnisse wieder auffrischen – geht das? Beispielsweise, wenn man als Rentner nochmal mit dem Gedanken spielt, die Kunst der Tasten zu erlernen, zumindest soweit, dass man Freunde und Familie mit einem schwungvollen Song oder einem effektvollen Chopin-Walzer, gar einem Beethoven in Staunen versetzen kann. Keine Scheu, das geht und kann sehr viel Spaß machen, vor allem, wenn man einen Lehrer findet, der sich auf die Bedürfnisse erwachsener Musikliebhaber einstellen kann und weniger das Ideal ausgefeilter Klaviervirtuosität im Unterricht vermittelt, als auf jeweiligem Niveau die Freude am möglichst schnellen Erlernen der „Lieblingstücke“. Einer von diesen Lehrern ist Christoph Schick, der sich ganz explizit auf das Unterrichten von Erwachsenen spezialsiert hat. Indes weniger die, die Klavierprofis sind oder gar werden wollen.

Eine stimmungsvolle Umgebung hilft beim Lernen

In einem idyllischen Hinterhof unweit des Fürstenplatzes findet sich sein Studio, das schon beim Vorbeigehen mit romantischen Einblicken lockt. Umrahmt von Grün ist hinter einem Torbogen ein schöner alter Flügel zu sehen, ein Kronleuchter taucht das Instrument in warmes Licht. Doch bei all dem schönen Ambiente – stimmungsvolles Ambiente findet sich in der Tat in Schicks Studio – geht es  um das Klavierspielen. Doch lässt es sich in einer entsprechend angenehm gestalteten Umgebung doch mit mehr Verve lernen als etwa in einem trostlosen vielleicht sogar kalten Stübchen, wenngleich auf dem alten Flügel nicht gespielt wird, er ist nur Deko.

Der eigentliche Unterricht findet an einem Kawai-Flügel statt, lassen sich auch ein weiterer Flügel, ein Keyboard und sogar eine ausgewachsene elektrische Orgel in den Räumen finden. Neben dem Flügel steht ein Digitalpiano in Flügelform, das Schick nutzt, um im Unterricht bestimmte Rafinessen einfließen zu lassen, die das Lernen für den Schüler erleichtern sollen. Eines dieser Gimmicks – das aber mehr ist als schöner Schein – ist eine mit LEDs beleuchtbare Leiste über der Klaviatur des „Schüler-Pianos“. Auf dieser Leiste kann Schick einzelne Lichter, die jeder Taste des Instrumentes zugeordnet sind, aufleuchten lassen und somit dem Schüler helfen, Töne zu finden. Ganze Akkorde lassen sich so auch ohne oder nur mit mäßigen Notenlese-Kenntnissen schon zu Anfang spielen. Doch Noten lesen lernen steht natürlich bei ihm auch auf dem Programm. Mithilfe einer App.

Auffällig zudem sind Computerbildschirme. Diese spielen in seiner Unterrichtsmethode eine spezielle Rolle. Denn Schick bearbeitet, bei Bedarf, die Stücke für die Anforderungen seiner Schüler. Beispiel: Vielleicht möchte jemand Debussys „Clair de Lune“ spielen lernen, fürchtet sich aber vor den vielen Vorzeichen. Dann wird die Musik einfach in eine Tonart transponiert, die weniger Vorzeichen hat. Vor solchen Veränderungen scheut sich Schick nicht, er sei kein Purist, betont er, es gehe vielmehr darum, den Schülern das Spielen ihrer Lieblingsmusik zu ermöglichen. Besonders heikle Passagen lassen sich zudem durch ausgetüftelte „Übungen“ bewältigen, die er so wie alle anderen Noten auch auf einen Bildschirm auf dem Flügel zaubern kann. Bestimmte Strukturen in der Musik zu erkennen, soll dann helfen auch schwierige Passagen angstfrei zu meistern. Stundenlange Tonleiterübungen oder Läufe ohne Bezug zu dem Lieblingsstück, das man lernen will, gibt es in seiner Art zu unterrichten nicht.

„Es macht mir Spaß, mit Menschen gemeinsam definierte Ziele zu erarbeiten“, sagt er. Die Musikauswahl wolle er nicht durch die „einschlägigen Lehrbücher vorgeben“. Selbst wenn man nur Ausschnitte spiele, Hauptsache man spielt das, was man immer schon wollte.

Schick bietet für jede Lebenssituation passende Unterichtsszeiten an. „Ich unterrichte fast zu jeder Tageszeit“, sagt er. Er bietet Zeitkontingente an, einen Grundkurs von insgesamt 360 Minuten für 250 Euro. Abo-Kurse für vier Unterrichtsstunden à 30 Minuten gibt es ab 105 Euro.

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