Düsseldorfer CDU-Politikerin Beatrix Philipp ist gestorben

Nachruf : Die Düsseldorfer CDU trauert um Beatrix Philipp

Die langjährige Bundestagsabgeordnete ist mit 73 Jahren gestorben.

Ihren letzten großen Auftritt in der Düsseldorfer CDU hatte Beatrix Philipp beim hitzigen Parteitag im Juni 2015. Damals war die Spitze des Kreisverbandes total zerstritten, die Intrigen liefen zum Teil sogar auf offener Bühne. Als zunächst Thomas Jarzombek als Vorsitzender wiedergewählt worden war, trat Philipp ans Mikrofon und bat darum, nun zwei Stellvertreter zu wählen, die auch wirklich mit Jarzombek als Team zusammenarbeiten wollen. Allen war klar, wer das nicht war: Sylvia Pantel und Peter Preuß, die bisherigen Stellvertreter. Tatsächlich zogen die beiden daraufhin ihre Kandidaturen zurück und machten den weg frei für Angela Erwin und Peter Blumenrath. Jetzt trauert die CDU um Beatrix Philipp, die im Alter von 73 Jahren gestorben ist.

Die ehemalige Lehrerin und Mutter von zwei Kindern hat die praktische Politik gleichsam von der Pieke auf absolviert: Seit 1972 Mitglied in der CDU, war sie zehn Jahre Mitglied des Stadtrates (1975-85), es folgten neun Jahre als Landtagsabgeordnete, ehe Beatrix Philipp 1994 erstmals in den Bundestag einzog. Sie kandidierte stets im Düsseldorfer Süden, 2009 gewann sie den Wahlkreis direkt. Fast 20 Jahre lang war sie zudem Vorsitzende der Frauen-Union.

Beatrix Philipp war eine uneitle, dafür anpackende, durchsetzungsfreudige, prinzipienfeste, wahrhaft standhafte Politikerin. Konservativ, gewiss, vor allem aber menschlich. Das Christliche (Katholische) bedeutete der engagierten Sozial- und Bildungspolitikern weit mehr als nur das berühmte „C“ im Parteinahmen. Nicht umsonst war sie in der Düsseldorfer CDU lange federführend in Sachen „Grundsatzfragen. “Auf die Barrikaden ging sie gegen jede Form von Ungerechtigkeit und Unrecht, insbesondere das SED-Regime in der DDR trieb sie lange um, so bei ihrer Mitarbeit in der Birthler-Behörde.

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