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Düsseldorfer CDU bestätigt Führungstrio im Amt

Parteitag : CDU: Thomas Jarzombek bleibt die Nummer Eins, Dämpfer für Angela Erwin

Gutes Ergebnis für den Parteichef bei seiner Wiederwahl, der dann OB Thomas Geisel scharf kritisiert. Auch Peter Blumenrath als Parteivize bekommt viel Zustimmung, Angela Erwin weniger.

Die lange Zeit der Groko im Bund hat bei SPD und CDU in Düsseldorf zu einer Besinnung auf den vermeintlichen Markenkern geführt. Während die lokale SPD in den letzten Jahren einen leichten Linksschwenk genommen hat, ist die CDU vor Ort wieder konservativ-bürgerlicher geworden. Der Wirtschaftsflügel hat gegenüber den „Arbeitnehmern“ in der CDA deutlich Oberwasser bekommen. Das bestätigte sich am Mittwochabend bei der Vorstandswahl auf dem Kreisparteitag im Niederkassler Cecilien-Gymnasium: Das komplette Führungstrio mit dem Kreisvorsitzenden Thomas Jarzombek und seinen beiden Stellvertretern Angela Erwin und Peter Blumenrath wurde im Amt bestätigt. Und alle drei gehören dem Wirtschaftsflügel an.

Jarzombek bekam mit 227 Ja-Stimmen (von 275) eine gute Zustimmungsquote von 83,7 Prozent, Blumenrath kam gar auf 91,4 %. Einen Dämpfer hinnehmen musste allerdings Angela Erwin mit ihren nur  69,1 % Ja-Stimmen. Wie schon vor zwei Jahren gab es keine Gegenkandidaten, anderthalb Jahre vor der Kommunalwahl bleiben Kontinuität und Harmonie in der CDU die erste Mitgliederpflicht. Jarzombek hatte zuvor eine schwungvolle Rede gehalten, in der er zunächst an den 6:0 Erfolg der CDU bei den Direktmandaten der Wahlen 2017 erinnerte. Und dann auf die Kommunalwahl im September 2020 blickte. Man lasse sich bei der OB-Kandiatenkür nicht drängen, erst im nächsten Jahr werde man voll einsteigen, denn: „Ein Kandidat oder eine Kandidatin, die anderthalb Jahre lang nur ankündigen, aber nichts umsetzen kann, ist kein gutes Modell.“ Und natürlich knöpfte sich der Bundestagsabgeordnete auch Amtsinhaber Thomas Geisel (SPD) vor: „Warum sollen die Düsseldorfer ihm vertrauen, wenn nicht mal seine Partei ihm traut?“, fragte Jarzombek in Anspielung darauf, dass Geisel nicht mehr dem SPD-Vorstand angehört.