Düsseldorfer Agentur für Arbeit legt einen aktuellen Lagebericht vor

Arbeitsmarkt : Unternehmen fehlen fast 3000 Auszubildende – Arbeitslosigkeit leicht gestiegen

Agentur für Arbeit legt Bericht vor. Die Arbeitslosigkeit ist Anfang Januar saisontypisch gestiegen.

Die Arbeitslosigkeit in Düsseldorf fiel Ende Januar saisontypisch höher aus. Der Kündigungstermin zum Jahresende und das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge führten – wie im Januar üblich – zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit. „Dieser saisonale Anstieg bedeutet aber keine Unterbrechung der positiven Grundtendenz auf dem Düsseldorfer Arbeitsmarkt“, so Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit Düsseldorf.

Die Düsseldorfer Unternehmen treibt jedoch die Sorge nach der Nachwuchsgewinnung um. Bislang haben sie der Agentur für Arbeit Düsseldorf fast 3000 freie Ausbildungsplätze in 180 verschiedenen Berufen zur Besetzung 2019 mitgeteilt. Dies sind 128 Ausbildungsstellen mehr als vor einem Jahr.

Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen in Düsseldorf von Dezember auf Januar um 1045 auf 22 846 Personen. Es waren jedoch rund 1000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote in Düsseldorf erhöhte sich von 6,5 Prozent im Dezember auf jetzt 6,8 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 7,2 Prozent.

Einige jüngere Menschen meldeten sich nach einer dreieinhalbjährigen Berufsausbildung arbeitslos. Ihre Chancen auf eine Beschäftigung sind gut. Der Markt sucht anhaltend qualifizierte Kräfte.

Monatlich weist die Bundesagentur für Arbeit die Unterbeschäftigung in verschiedenen Betrachtungen aus. Die gesamte Unterbeschäftigung einschließlich der Zahl der gemeldeten Arbeitslosen betrug im Januar 31 813 Personen.

Jobcenter und Agentur für Arbeit Düsseldorf haben mit fast 95 Millionen Euro ein sehr hohes Budget, um 2019 Menschen in Arbeit und Ausbildung zu bringen. „Fachkräftemangel ist ein riesiges Thema bei Unternehmen. Wir als Arbeitsagentur und Jobcenter nehmen dabei unsere Rolle sehr ernst“, betont Roland Schüßler und verweist auf die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den Partnern wie IHK, HWK, DGB und Unternehmerschaft.

Mehr von Westdeutsche Zeitung