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Düsseldorf: Düsseldorfer (32) soll Tochter (7) aus Eifersucht ermordet haben

Düsseldorf : Düsseldorfer (32) soll Tochter (7) aus Eifersucht ermordet haben

Im Fall des getöteten Mädchens in Düsseldorf-Rath soll der Vater am Freitag in Untersuchungshaft. Die Staatsanwältin geht davon aus, dass der Vater des Kindes die Mutter bestrafen wollte.

Düsseldorf. Der 32-jährige Vater, der in dringendem Verdacht steht, am Donnerstag seine siebenjährige Tochter getötet zu haben, wird am Freitag dem Haftrichter vorgeführt. Staatsanwältin Britta Zur geht nach bisherigem Erkenntnisstand von einem Mord aus Eifersucht aus. Der Vater selbst hat bislang keine Aussage gemacht.

Laut Polizei starb das Mädchen aufgrund von „massiver Gewalteinwirkung gegen den Hals“. Ob es erwürgt, erdrosselt oder erstickt wurde, teilten Polizei und Staatsanwältin nicht mit. Dafür hat sich die Mutter des getöteten Mädchens umfangreich gegenüber der Polizei geäußert. Sie berichtete, dass ihr Mann die Tochter zwar stets liebevoll behandelt und nie Gewalt gegen das Kind ausgeübt habe. Doch er sei extrem eifersüchtig ihr gegenüber gewesen, berichtete die 42-Jährige laut Polizei. Staatsanwältin Zur: „Er hatte nichts gegen sein Kind, er hatte etwas gegen seine Ehefrau. Und mit der Tat gegen das Kind wollte er seine Frau bestrafen. So bewerten wir derzeit diese Tat.“

Der 32-jährige Vater arbeitet bei der Müllabfuhr und ist polizeilich bislang nie aufgefallen. Auch häusliche Gewalt ist in der Familie nie publik geworden. Wie berichtet, hatte die Polizei am Donnerstagmittag das Mädchen nur leblos aus der Wohnung an der Lünener Straße bergen können. Alle Reanimationsversuche blieben erfolglos.

Der Vater hatte sich nach längeren telefonischen Verhandlungen mit der Polizei schließlich gegen 12 Uhr an der Wohnungstür ergeben. Laut Polizei reichte er eine Schreckschusspistole durch die Wohnungstür an die Beamten, die ihn dann festnahmen. Im anderen Arm hielt er seine leblose Tochter. Die Mutter hatte die Polizei alarmiert, nachdem sie bei einem Videoanruf in Streit mit ihrem Mann geraten war und dabei gesehen hatte, wie ihr Mann das Kind mit einem Gegenstand bedrohte.