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Düsseldorf: Düsseldorf wirbt mit Stadtfest für den Tourstart und das Fahrrad

Düsseldorf : Düsseldorf wirbt mit Stadtfest für den Tourstart und das Fahrrad

Die Fête du Velo bietet Informationen und Unterhaltung rund um das Fahrrad. Auch nach der Tour soll die Stadt fahrradfreundlicher werden.

Düsseldorf. Am Samstag steht die Altstadt mit dem Radaktivtag unter dem Namen „Fête du Velo“ ganz unter einem Fahrrad-Motto. Mit einer Mischung aus Stadtfest und Verbrauchermesse will die Stadt noch einmal für den Grand Départ am 1. Juli werben.

Laut Oberbürgermeister Thomas Geisel soll das aber nur der Startschuss dafür sein, Düsseldorf fahrradtauglich zu machen: „Wir wollen mit dem Tourstart den nötigen Anstoß geben, um ein Umdenken zu erreichen. Schließlich ist nichts günstiger als Fahrrad-Infrastruktur.“

Doch was davon kommt bei den Bürgern an? Während sich Lars (25) und Marie (26) bereits über ein neues Großereignis freuen und sich Verbesserungen bei den Radwegen erhoffen, sind die 70-jährigen Marita und Wilfried skeptischer. „Dieser Tourstart wird doch viel zu teuer. Ich hoffe zwar, dass die Leute jetzt auch mehr Fahrrad fahren werden, aber ich bin skeptisch, dass es einen Effekt haben wird“, überlegt Wilfried. Für die durch die Altstadt flanierenden Familien, die mit dem Thema bislang wenige Berührungspunkte hatten, soll auf dem Marktplatz mit einer Showbühne und einigen Ständen ein erstes Interesse geweckt werden. Von den Einnahmen des Verkaufs an den Würstchenbuden werden übrigens Fahrräder für das Kinderheim St. Raphael gekauft.

Wer schon ein Fahrrad hat, kann sich an der Kniebrücke Rad und Helm von Graffitiprofis besprühen lassen. Rene Turrek und Benin Hoborik, die sich vor einem Jahr in Ruanda kennengelernt haben, arbeiten sonst für internationale Stars und sind angesehene Szenegrößen.

Im Vergleich mit diesen Ständen wirkt das Rheinufer mit Vorträgen und vielen Ausstellern fast schon wie ein Messegelände. Wobei eine Frage wie „Welches Fahrrad passt zu mir?“ bei der Vielzahl an präsentierten Rädern gar nicht so einfach zu beantworten ist. Von leichten Klapprädern, die sich in 20 Sekunden zusammenfalten lassen, bis zum 50-teiligen „Sandwich Bike“ zum Selberbauen versuchen die Hersteller, jeden Geschmack zu bedienen. Für solche speziellen Modelle müssen Radfreunde mit Preisen um die 1000 Euro aber auch tiefer in die Tasche greifen.