Schwimmen in Düsseldorf Das Bilker Bad bleibt diesen Sommer offen

Düsseldorf · Auch die anderen Hallenbäder sollen während der Freibadsaison geöffnet bleiben, heißt es von der Bädergesellschaft.

 Im Bilker Hallenbad „Schwimm in Bilk“ sind auch die Kurse mit fachkundigen Trainerinnen oder Trainern sehr beliebt.

Im Bilker Hallenbad „Schwimm in Bilk“ sind auch die Kurse mit fachkundigen Trainerinnen oder Trainern sehr beliebt.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Die Schwimm-Freunde in Bilk können dem Sommer 2024 entspannt entgegensehen. „Wir wollen in diesem Jahr die Frei- und die Hallenbäder geöffnet halten“, versprach Marcus Werner, Leiter Services der Bädergesellschaft Düsseldorf. „Schon im vergangenen Sommer hatten wir so viele Bäder geöffnet wie nie zuvor. Das werden wir in diesem Jahr noch toppen.“

Damit ist klar, dass auch „Schwimm in Bilk“, das Hallenbad in den Arcaden, das voriges Jahr Sommerpause hatte, 2024 für den Publikumsverkehr geöffnet bleibt. Mit einer zweiwöchigen Einschränkung. „Vom 22. Juli bis zum 4. August müssen wir Revisionsarbeiten am Hubboden des Kursbeckens vornehmen“, so Werner. Unter anderem müssten die Stempel, auf denen der Hubboden ruht, gewartet werden.“

Die Zusage gab Werner beim monatlichen Heimatabend des Vereins Bilker Heimatfreunde. „Wir greifen immer Themen auf, die aktuell sind und die Bilk betreffen“, erläutert Heimatfreunde-Präsident Dirk Jehle das Thema des Abends. „Weil ‚Schwimm in Bilk’ ein sehr beliebtes Bad ist, wollten wir uns erkundigen, wie es in diesem Jahr aussehen wird.“

Auch Werner weiß um die Beliebtheit. „Das Bad ist der Renner. 2023 kamen 69 771 Besucher“, sagte er. Dabei ist es mit einem 25-Meter-Becken mit acht Bahnen und einem Kursbecken ein eher kleines Bad. Und obwohl Düsseldorf größere Bäder hat, sagte Werner, kämen „woanders nicht so viele Besucher.“

Beim Neubau der Arcaden war zunächst kein Bad vorgesehen

Dabei war beim Neubau der Arcaden zunächst gar kein Schwimmbad vorgesehen gewesen. „Die Bürger haben das Schwimmbad, das Bürgerhaus und die Stadtteilbücherei durchgesetzt“, erinnerte Jehle.

21 Schwimmkurse für Kinder und zwei für Erwachsene bot das Bilker Bad im vergangenen Jahr an, in allen Düsselorfer Bädern zusammen wurde 2521 Kindern in 318 Kursen das Schwimmen beigebracht. „Nach Corona hatten wir Rekordzahlen“, so Werner. „Aber jetzt sind wir an dem Punkt angekommen, dass Kurse nicht mehr voll werden. Zuletzt haben wir fünf Kinderschwimmkurse geschlossen, weil kein Kind gekommen ist. Für uns heißt das, dass der Markt gesättigt ist.“ Es sei möglich, dass man nicht unbedingt zur präferierten Zeit im bevorzugten Bad einen Platz erhalte, aber „wenn man flexibel ist, findet man in Düsseldorf einen Kursplatz“. So werden auch dieses Jahr wieder in Bilk sechs Kinder- und zwei Erwachsenen-Schwimmkurse angeboten.

Um im Sommer die Frei- und die Hallenbäder zeitgleich betreiben zu können, müssen noch Mitarbeiter gefunden werden. „Wir bieten ein ganz unkompliziertes Bewerbungsverfahren, unser Job Watch, an“, so Werner. „An drei Tagen können Bewerber und Bewerberinnen, die bei uns als Rettungsschwimmer arbeiten möchten, vorschwimmen. Wenn das in Ordnung ist, bilden wir sie schnell aus“, so Werner. Im Angebot der Bädergesellschaft sind aber auch Lehrstellen zum Fachangestellten für Bäderbetriebe und Arbeitsstellen am Empfang der einzelnen Bäder.

Werner sprach auch über die Entwicklung der Düsseldorfer Bäderlandschaft in den vergangenen Jahren. „Bundesweit gibt es kein besseres Angebot. Während in anderen Kommunen Bäder stillgelegt werden, weil kein Geld für Ersatzbauten da ist, haben wir 2020, 2021 und 2023 neue Bäder eröffnet“, erläutert Werner. Das Allwetterbad in Flingern öffnete 2020, Rheinblick 741 ging ein Jahr später im Linksrheinischen an den Start, und das Badehaus Benrath wurde 2023 eröffnet.

Ein weiteres Neubau-Projekt stehe in den Startlöchern. „Das Gartenhallenbad Unterrath ist in die Jahre gekommen und hat Mängel. Das heißt aber nicht, dass wir es sofort schließen müssen“, meint Werner. Die Abwägung der Modernisierungskosten und der Zukunftsperspektiven habe aber zur Entscheidung für einen Ersatzneubau in Unterrath geführt. Werner versprach: „Da passiert also auch noch was.“

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