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Düsseldorf: Wie kommt der neue Wasserspielplatz an?

Spielplatz : Neuer Wasserspielplatz am Tannenhofweg: Manche Eltern lieben ihn, andere finden ihn gefährlich

Die neuen Figuren kommen bei den Kindern gut an. Rutschige Flächen hätten schon zu kleinen Unfällen geführt.

Bei dem warmen, sonnigen Wetter der letzten Tage kam der umgebaute Wasserspielplatz am Tannenhofweg gut an. Eltern und Kinder hatten in den letzten Wochen gespannt auf die Eröffnung gewartet und sich gefreut, die neuen Elemente noch dieses Jahr auszuprobieren. Wasser spritzt aus einem Loch auf dem Rücken eines großen Wals, regnet als Wasserwand aus seiner Schwanzflosse. Auch aus Zylindern spritzt es, wenn man auf sie draufspringt. Kinder nutzen die Möglichkeiten begeistert. Einige Eltern sind hingegen enttäuscht und besorgt — die Elemente seien teils gefährlich rutschig; eine Mutter berichtet, ihr Sohn habe sich bereits verletzt.

Spritzender Wal kommt bei
vielen Kindern und Eltern gut an

In den letzten Monaten hatte die Stadt den Spielplatz in Vennhausen gesperrt, um ihn zu sanieren und umzubauen, neue Geräte zu installieren. 273 000 Euro flossen in die Neugestaltung. Pünktlich zu den Herbstferien wurden die Arbeiten fertig. Es ist mittlerweile der siebte Wasserspielplatz, der beim sogenannten Masterplan Kinderspielplätze auf dem Programm stand. Dabei kamen Elemente wie der spritzende Wal und die Zylinder dazu, aber auch Spielgeräte wie eine sogenannte Tampenschaukel — ein langer Balken, auf dem mehrere Kinder gleichzeitig toben können. Daneben steht ein bunt angemalter Leuchtturm, der zum Klettern und Rutschen einlädt. Dazu kamen weitere Veränderungen wie neue Bänke und eine neue Tischtennisplatte, eine Überdachung.

Jetzt in den Herbstferien werden die Geräte gut genutzt. Überall spielen Kinder, klettern, schaukeln, matschen im Sand — besonderen Spaß haben sie mit dem Wasser. Die achtjährige Emily strahlt, immer wieder berührt sie einen Sensor am Wal, der die Funktionen in Gang setzt, rast schnell davon, um nicht allzu nass zu werden. Begeistert hüpft sie auf den Zylindern herum, die Wasser in kreisförmigen Strahlen um sie herum schießen lassen. Ihre Eltern werden von ihrer Begeisterung angesteckt. „Unsere Tochter liebt das Wasser. Der neue Spielplatz kommt da genau richtig. Er ist toll geworden“, sagen Julia und Thomas Teurer. Besonders der Wal gefällt ihnen, aber auch, wie sauber vieles nun wieder aussehe, bis hin zu den neuen Sitzbänken. „Hoffentlich bleibt das auch lange so.“

Auch Familie Kaufmann ist begeistert. Die zwei- und dreijährigen Söhne Titus und Henri lassen sich kichernd nasspritzen, testen kreischend die Sensoren, laufen ins herumschießende Wasser. Nasse Kleider sind bei der Wärme kein Thema. „Vorher war es auch schon schön, jetzt ist richtig toll“, sagt Stefan Kaufmann. Er setzt seine Söhne gerne zwischendrin auf den großen Wal, der auch als Klettergerät gedacht ist. Vor allem die älteren Kinder ziehen sich daran hoch, reiten, balancieren und spielen mit dem immer wieder in die Höhe schießenden Strahl.

Das Gelände wird rundum genutzt, Jungs testen die neue Tischtennisplatte, Familien sitzen auf den Bänken und auf dem Rasen, schauen ihren Kindern zu. Die Kleineren bleiben vor allem bei einem Gerät, bei dem sich das Wasser mit Wannen und Rinnen seinen Weg in den Sand sucht. In dem Bereich hat sich nicht so viel getan, Graffiti sind noch auf einem Häuschen zu sehen. Einige Eltern finden das schade. „Für unsere Kinder gibt es hier kaum etwas, beispielsweise auch keine Babyschaukeln mehr“, sagt Jennifer Ebel. Daher weicht sie gerne auf die anderen beiden Spielplätze in der Nähe aus. Vom Umbau hatte sie sich mehr erhofft.

Tatjana Gaschi sieht das ähnlich. „Der Wal ist schön, aber zu glatt und zu hoch, dafür sind unsere Kinder zu klein“, sagt Tatjana Gaschi. Ihre zwei Söhne sind ein und fünf Jahre alt. Am bedenklichsten findet sie jedoch das Material, das die Stadt für die Zylinder (sogenannte Hüpffontänen) und den Boden drumherum verwendet hat. „Völlig ungeeignet für Wasser - Elemente aus rutschigem Metall und direkt daneben auch noch harte Fliesen, das kann gefährlich werden“, sagt sie.

Eltern befürchten Unfälle wegen rutschiger Elemente

Erst kürzlich habe sich einer ihrer Söhne dort verletzt. „Er ist ausgerutscht und hat sich über der Lippe angeschlagen. Dabei ist jetzt noch nicht viel los - im Hochsommer, wenn viele Kinder hier toben, sich auch mal schubsen, kann es brenzlig werden“, glaubt sie. Zusammen mit Agnieszka Bischoff und Gaschi will sie daher ihre Bedenken bei der Stadt vorbringen. Und bis dahin andere Geräte, andere Spielplätze nutzen. „Davon gibt es hier ja genug.“