Beschlüsse für mehr als 100 Millionen Euro Weichen für die Ersatzoper in Düsseldorf werden gestellt

Düsseldorf · Die kleinere Variante für das Interim an der Messe ist Favorit. Auch der Architektenwettbewerb für den Opern-Neubau soll starten.

Die Deutsche Oper am Rhein an der Heinrich-Heine-Allee: Sie entstand im 19. Jahrhundert als Stadttheater, ist marode und bietet zu wenig Platz. Jetzt wird es ernst mit den Plänen für einen Abriss und Neubau.

Die Deutsche Oper am Rhein an der Heinrich-Heine-Allee: Sie entstand im 19. Jahrhundert als Stadttheater, ist marode und bietet zu wenig Platz. Jetzt wird es ernst mit den Plänen für einen Abriss und Neubau.

Foto: Andreas Krebs

Die Stadtspitze hat sich festgelegt: Auf dem Messegelände soll es für fünf Jahre eine Ersatzoper geben. Sie bietet 1000 Menschen Platz, wenn die heutige Oper an der Heine-Allee (1300 Plätze) abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. Statt der heute 180 Vorstellungen pro Jahr soll es im Interim zirka 140 Vorstellungen geben. Die Kosten für die Ersatzoper werden aktuell mit 75 Millionen Euro kalkuliert, Abweichungen von bis zu 40 Prozent sind jedoch noch möglich. Das schließt Unterschreitungen ein, die exakte Kostenermittlung steht aus. Eine Weiternutzung des Baus durch die Messe ist nicht ausgeschlossen, bei einem Verkauf der Spielstätte an sie oder aber eine andere Stadt hofft man auf einen Erlös von 22,5 Millionen Euro.