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Düsseldorf: Viel Arbeit für die Feuerwehr

Feuerwehr : Viel Arbeit für die Feuerwehr

Ein absackender Braukran, bröckelnder Putz und brennende Strohballensorgten für eine arbeitsreiche Nacht.

Am Wochenende hatte die Feuerwehr eine Menge Arbeit. Am Freitag um 15.30 Uhr ging es an der Heinrichstraße los. Dort meldete der Betreiber einer Baustelle, dass sich dort ein Braukran um einige Zentimeter zur Seite geneigt habe. Um eine Gefährdung von Personen im Falle eines Umsturzes des Krans auszuschließen, räumte die Feuerwehr zwei angrenzende Gebäude und sperrte den betroffenen Bereich weiträumig ab. Zusammen mit der Bauleitung, einem Statiker, dem Bauaufsichtsamt sowie der Betreiberfirma des Krans wurde das weitere Vorgehen abgestimmt. Spezialkräften des Bauunfallzuges und der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Düsseldorf gelang es, den Baukran dabei soweit zu sichern, dass dieser im Verlauf des Abends durch die Kranfirma demontiert werden konnte. Nach dem Einsetzen der Dunkelheit sorgte der technische Zug der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Ausleuchten der Einsatzstelle für einen weiteren reibungslosen Ablauf der Maßnahmen bis in die frühen Morgenstunden.

Noch während die Arbeiten in der Heinrichstraße andauerten, wurde der Feuerwehr um kurz vor halb zwölf ein beschädigtes Gebäude im Stadtteil Oberbilk gemeldet. Abermals wurde der Bauunfallzug sowie zwei Dutzend weitere Rettungs- und Führungskräfte in die Ellerstraße alarmiert. Dort hatten Bewohner eines Hauses Veränderungen an der Decke ihrer Wohnung im 4. Obergeschoß bemerkt. Bereits kurz nach dem Eintreffen konnte jedoch Entwarnung gegeben werden: Durch Feuchtigkeit hatte sich Putz gelöst und war herunter gefallen. Ein ernsthafter Schaden am Gebäude bestand nicht, verletzt wurde niemand.

Nicht nur die Kräfte der Einsatzstellen Heinrich- und Ellerstraße erlebten eine unruhige Nacht. Gegen 3 Uhr ging in Angermund eine Strohmiete aus bisher unbekannter Ursache in Flammen auf. Zusammen mit der freiwilligen Löschgruppe Angermund und der Feuerwache Flughafenstraße gelang es den Brand zu löschen.

Am Samstag musste die Feuerwehr zu einem Kellerbrand in einem Restaurant an der Adersstraße ausrücken. Um kurz vor 21 Uhr hatte ein Mitarbeiter Brandgeruch und Rauch im Kellergeschoss bemerkt und den Notruf betätigt. Die Einsatzkräfte hatten den Brand schnell unter Kontrolle. Im Kellerbereich brannten mehrere Akten aus bislang unbekannten Gründen. Durch die schlechte Belüftung der verrauchten Räume, mussten umfangreiche Absaugmaßnahmen durchgeführt werden. Der Einsatz endete nach zwei Stunden. Es entstand ein Sachschaden von mindestens 25 000 Euro.

Am Montagmorgen brannten in der Nähe eines Gartenbaubetriebes am Volmerswerther Deich mehrere Plastikpaletten. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, brannten hintereinander aufgestellt Kunststoffpaletten auf einer Länge von 50 Metern lichterloh. Sofort ließ der Einsatzleiter drei Strahlrohre einsetzen, um die Flammen zu bekämpfen. Um das Feuer effektiver löschen zu können, mischten die Einsatzkräfte dem Löschwasser ein Netzmittel bei. Damit wird die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt und es kann schneller in die tieferliegenden Brandstellen gelangen. Ein Mitarbeiter des städtischen Umweltamtes begleitete die Löscharbeiten. Nach ersten Schätzungen liegt der entstandene Sachschaden bei 30 000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.