Wohnen in Düsseldorf Neubauprojekte trotzen der Krise

Düsseldorf · Die städtische Wohnungsgesellschaft hält an ihren Plänen fest und investiert rund 90 Millionen Euro. Das Nachverdichtungsprojekt in Flingern ist abgeschlossen.

So sehen die neuen Gebäude der SWD in der Eyth-, Benz- und Körtingstraße aus der Vogelperspektive aus.

So sehen die neuen Gebäude der SWD in der Eyth-, Benz- und Körtingstraße aus der Vogelperspektive aus.

Foto: SWD Düsseldorf/David Young

(Red) Die städtische Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) will trotz der aktuellen Krisen an ihren Projekten festhalten. So sollen fünf Neubaumaßnahmen, die insgesamt für 186 neue Wohnungen stehen, in den kommenden Monaten starten. Weitere 112 Wohnungen in zwei Projekten sind im Bau und werden 2023 fertiggestellt. Fast 90 Millionen Euro investiert die SWD in die 298 Wohnungen der sieben aktuellen Bauprojekte, die bis auf wenige Ausnahmen öffentlich gefördert sind. SWD-Geschäftsführer Klaus Feldhaus sagt: „Aktuell erlebt die gesamte Baubranche einen massiven Einbruch wegen zahlreicher Projektstreichungen auch durch kommunale Wohnungsunternehmen. Die SWD ist aber so gut aufgestellt, dass sie in diesem schwierigen Branchenumfeld antizyklisch agieren und in der Krise weiter neue Projekte beginnen kann.“ Das sei nicht nur wichtig, weil bezahlbare Wohnungen dringend benötigt würden, vielmehr sei jeder Neubau − wie auch jede Modernisierung – ein Beitrag zum Klimaschutz, „denn die neuen Wohnungen bieten energetische Vorteile und sorgen für weniger CO2-Emissionen“, sagt Feldhaus. Bezahlbares und klimaschonendes Wohnen zu ermöglichen, das sei der Auftrag und danach werde die SWD ihr Handeln in den kommenden Jahren ausrichten. Deshalb analysiert das Unternehmen gerade in einer Portfolioanalyse seinen Wohnungsbestand, um die energetischen Modernisierungen langfristig zu planen. Des Weiteren läuft eine Potentialanalyse, in der geeignete Immobilien für die Installation von Photovoltaikanlagen identifiziert werden. Die Ergebnisse werden im Mai 2023 vorliegen.

Insgesamt hat die SWD im vergangenen Jahr 127 neue Wohnungen erstmals vermieten können. 96 Prozent dieser Wohnungen sind öffentlich gefördert. 32 weitere Wohnungen auf Neubau-Niveau sind durch Komplett-Modernisierungen von Bestandsimmobilien entstanden. Mit fünf weiteren Neubauprojekten, die in den kommenden Monaten starten, schafft die SWD weitere 186 bezahlbare Wohnungen. Zum Teil − wie an der Heyestraße und der Hansaallee – laufen bereits erste Vorarbeiten. Auch an der Chemnitzer Straße, der Ernst-Derra-Straße und der Talstraße werden bald Baustellen eingerichtet. Das Gesamtvolumen der fünf genannten neuen und der beiden noch laufenden Projekte an der Hospitalstraße und der Leverkuser Straße summiert sich auf fast 90 Millionen Euro.

An der Eythstraße 3, der Benzstraße 14 und 12 sowie der Körtingstraße 14 in Flingern sind seit September 2020 bei einem Nachverdichtungsprojekt 42 neue Wohnungen entstanden. Diese verteilen sich auf vier identische Neubauten. Alle Wohnungen sind bereits vermietet. Das zuletzt fertiggestellte Gebäude an der Benzstraße 12 ist mit dem Neubau Körtingstraße 14 unterirdisch durch eine Tiefgarage verbunden. Die Mehrfamilienhäuser wurden als energiesparende KfW-Effizienzhäuser 55 errichtet und sind an das Fernwärmenetz angeschlossen.

Bereits seit Juni 2022 wird an der Ecke Leverkuser- und Küpperstegerstraße ein Mehrfamilienhaus mit 21 Wohnungen gebaut. Alle Wohnungen sind öffentlich gefördert. Das Projekt in Wersten soll im September 2023 fertig sein.

(gaa)
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