Turnier der Düsseldorfer Jugendfreizeiteinrichtungen Turnierabbruch nach Streit beim „Fairständnis-Cup“

Düsseldorf · Bei dem Fußball-Turnier für Jugendliche geht es um Respekt und Fairness. Nicht alle hielten sich daran.

 Der „Fairständnis-Cup“ wurde zum ersten Mal in der Hulda-Pankok-Gesamtschule ausgetragen. Hier spielen das Team Hitzsche gegen den Verein DJK SC Flingern 08.

Der „Fairständnis-Cup“ wurde zum ersten Mal in der Hulda-Pankok-Gesamtschule ausgetragen. Hier spielen das Team Hitzsche gegen den Verein DJK SC Flingern 08.

Foto: Georg Salzburg (salz)

(tino) „Alle Teams sind angehalten, fair zu spielen und sich auch außerhalb des Platzes entsprechend zu verhalten. Die jeweiligen Betreuer achten auf ein vorbildliches Verhalten ihrer Teams. Im gegenteiligen Fall behält sich die Turnierleitung Maßnahmen vor. Den Entscheidungen der Schiedsrichter ist kommentarlos zu folgen.“ So steht es in den Regeln des „Fairständnis-Cups“, der erstmals in der Sporthalle der Hulda-Pankok-Gesamtschule ausgespielt wurde. Allerdings hielten sich beim Fußball-Nachtturnier für Jugendfreizeiteinrichtungen, bei dem es darum geht, Werte wie Respekt, Fairness, Toleranz, Disziplin, Teamgeist und regelkonformes Verhalten zur Geltung zu bringen, nicht alle Teams an diese Regel.

„Aufgrund einer Auseinandersetzung zwischen zwei Teams im letzten Vorrundenspiel und angesichts der durch die erforderliche ‚Befriedung der Situation‘ fortgeschrittenen Zeit haben sich die Veranstalter des Turniers nach Absprache mit den Schiedsrichtern entschlossen, die Finalrunde (ab Viertelfinale) zeitnah in einem gesonderten Turnier auszuspielen. Hauptbeweggrund dieser bislang durchaus außergewöhnlichen Entscheidung war (neben dem Zeiteffekt), dass es uns wichtig erschien, den unbescholtenen Teams im Zeichen des Fair Play eine Endrunde nebst Preisverleihungen in friedlicher Atmosphäre zu bieten.“ Zudem habe man im Interesse aller Beteiligten die Grundhaltung des Schutzes aller Jugendlicher/SportlerInnen demonstrieren müssen, teilte die Turnierleitung mit.

Und doch ist der „Fairständnis-Cup“, der jetzt zum 17. Mal ausgetragen wurde, eine sozialpädagogische Bereicherung im städtischen Angebot. „Er ist eines der wenigen Angebote, die wir als Stadt für Jugendliche bis 17 Jahren in den Abend- und Nachtstunden anbieten“, erläutert Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. „Der Fairständnis-Cup lebt davon, das im Sport ein soziales Miteinander gepflegt wird, wirbt für Nachhaltigkeit und Toleranz.“ So waren unter den 13 teilnehmenden Mannschaften auch eine reine Mädchen-Crew und zwei gemischt geschlechtliche Teams.

Der Fairness-Pokal des „Fairständnis-Cups“, der in diesem Jahr mit Polo-Shirts der anstehenden Fußball-Europameisterschaft garniert war, konnte bereits an das Team „Emm aus United“ vom inklusiven Kinder- & Jugendtreff im Pestalozzihaus überreicht werden. „Ihr Auftreten war einfach tadellos“, urteilte die Turnierleitung.

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