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Düsseldorf: So sind die Aussichten für die Wassersportmesse Boot

Messegeschäft in Düsseldorf : Viele Anmeldungen für die Boot im Januar

Die Messe blickt zuversichtlicher in die Zukunft. Dafür sorgt unter anderem die Zahl der angemeldeten Aussteller für Düsseldorfs älteste Freizeitmesse.

Düsseldorfs traditionsreichste Publikumsmesse entwickelt sich zu alter Stärke zurück. Nachdem die Wassersportschau mit ihrer Geschichte bis zurück ins Jahr 1969 in diesem Jahr zum ersten Mal ausfallen musste, haben sich nun 1500 Aussteller für die Zeit vom 22. bis 30. Januar 2022 angemeldet. Zum Vergleich: Vor der Pandemie waren es zuletzt Anfang 2020 rund 1800 Aussteller.

Die Messe hat aufgrund der Corona-Krise harte Zeiten hinter sich. In Serie mussten Messen abgesagt werden. Ein Verlust von rund 50 Millionen Euro stand für 2020 zu Buche, statt des erwarteten Gewinns in ähnlicher Höhe. Mitarbeiter mussten in Kurzarbeit, befristete Verträge wurden nicht verlängert, große Investitionen wie Hallenumbauten auf Eis gelegt. Und es schlichen sich Zweifel ein: Wie gut würde sich das Messegeschäft eigentlich erholen, nach den Erfahrungen mit digitalen Konzepten und möglichen Sparvorgaben für Besucher und Aussteller?

Messechef Norbert Diener hat nun eine Antwort auf diese Frage gefunden: „Die Aussteller der Boot sind voll auf Kurs Richtung Düsseldorf.“ Bereits die internationalen Bootsmessen der vergangenen Wochen hätten der Branche noch einmal einen tüchtigen Rückenwind verschafft. Die Stimmung sowohl auf den Messen als auch auf Segelevents wie der Travemünder und der Kieler Woche sei bombastisch gewesen. „Sportler und Branche sind einfach glücklich, sich wieder persönlich treffen zu können.“ Diese Einschätzung teilt auch Giovanni Pomati, CEO der Nautor Group: „Die Boot ist eine unverzichtbare Gelegenheit, die internationale, maritime Welt zu treffen.“ Die Messe sei eine der größten Indoor-Bootsmessen, die Atmosphäre beeindruckend. Zudem komme ein hochkarätiges Publikum zusammen, „um die neuesten Projekte und Innovationen zu besichtigen.“

Schon bei der vergleichbar großen Freizeitmesse Caravan Salon im September zog die Messe zuletzt ein sehr zufriedenes Fazit angesichts des Zuspruchs. 185 000 Besucher kamen, trotz einer zunächst gedeckelten Besucherzahl pro Tag. Im Rekordjahr 2019 waren es freilich sogar 270 000 Besucher. Zur Boot kamen damals wenige Monate später 250 000 Besucher.

Die Besucherzahl soll
nicht begrenzt werden

Wie viele Gäste im Januar kommen werden, bleibt abzuwarten. Begrenzt werden soll die Besucherzahl laut Messesprecherin Tania Vellen jedenfalls nicht mehr. Offen ist noch, ob weiter eine Maskenpflicht herrschen wird. Der Zugang soll nach jetzigem Stand nach der 3G-Regel gestaltet werden.

Positiv vermerkt die Messe, dass wieder viele internationale Aussteller ihr Kommen angemeldet haben: ihr Anteil liegt bei 60 Prozent, sie kommen aus 53 Ländern. Nationen mit großen Segel- und Motorboot-Werften liegen in der Statistik vorne. Es führt Italien, vor den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien. Außerhalb Europas kommen die meisten Hersteller aus den USA.

Die Händler und Hersteller belegen 17 Messehallen und eine Ausstellungsfläche von 220 000 Quadratmetern. Teil des Programms: Die Premiere für den neuen vier Meter hohen und acht Meter breiten Tauchturm soll nachgeholt werden.

Zu Testzwecken war der Nachfolger des 42 Jahre alten Vorgängers zwar schon einmal aufgebaut worden, dann aber aufgrund der Absage nicht zum Einsatz gekommen. Das Bauwerk aus Acrylglas und einigen Stahlstreben wird in Halle 12 zu finden sein, wo sich neben Halle 11 das Angebot für Taucher finden wird. Eine weitere Hauptattraktion wird zudem zurückkehren: In einem 65 Meter langen Pool in Halle 8b kann auf einer bis zu 1,50 Meter hohen Welle gesurft werden.

Den wichtigsten Teil der Messe machen die Boote aus. In den Hallen 1 bis 7a werden Motorboote und -yachten ausgestellt. In den Hallen 15 bis 17 steht wiederum Segeln im Mittelpunkt. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt auf Feriendestinationen, die Aktivurlaub am Wasser möglich machen. Was dabei alles möglich ist, erfahren Besucher in den Hallen 13 und 14.