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Düsseldorf: So läuft der Glasfaserausbau bei Telekom und Vodafone

Schnelles Internet in Düsseldorf : Telekom und Vodafone treiben den Glasfaserausbau voran

Die Telekom hat mehr Haushalte ans besonders schnelle Internet angeschlossen. Vodafone setzt technisch meist auf einen anderen Weg.

Die Telekom treibt den Ausbau von Glasfaseranschlüssen voran. 14 000 weitere Haushalte können diese jetzt buchen – in Hellerhof, Flingern Süd und Oberbilk. Das Unternehmen bilanziert, dass bislang 31 000 Haushalte in Düsseltal und Flingern Nord an das besonders leistungsfähige Netz angeschlossen worden waren. Für die Zukunft heißt es: „Für weitere Stadtteile erfolgt der Ausbau ab 2023. Insgesamt über 160 000 Haushalte plant die Telekom bis Ende 2025 an das neue Glasfasernetz anzuschließen.“ Die Ausbaukosten trage allein das Unternehmen. Wo der Ausbau bei insgesamt rund 360 000 Haushalten in der Stadt genau erfolgen soll, sagt die Telekom auf Nachfrage nicht. „Hier laufen noch die Planungen“, sagt ein Sprecher.

Netz soll ein Gigabit pro
Sekunde möglich machen

Das neue Netz soll Bandbreiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde ermöglichen. Angebot der Telekom: Wer sich jetzt für einen Glasfaser-Anschluss entscheidet, bekommt den Hausanschluss kostenfrei, später werden rund 800 Euro fällig.

Martin Lutz, Gigabitkoordinator der Stadt: „Schnelles Internet wird in unserer vernetzten Welt und in Zukunft noch wichtiger. Arbeiten von zu Hause, Home-Schooling oder Videokonferenzen benötigen stabile und leistungsfähige Internet-Verbindungen. Ich begrüße es daher sehr, dass die Telekom ihr Netz in vielen Teilen von Düsseldorf auf die modernste Glasfaser-Technik bis in die Häuser hinein aufrüstet“. Bei Vodafone geht man etwas anders vor. Auf Nachfrage teilt ein Sprecher mit, dass im Laufe des Jahres zwar in „Wohn- und Neubaugebieten in Wittlaer, Lörick, Flingern und Gerresheim 12 000 Haushalte Glasfaser bis ins Haus erhalten sollen“, allerdings seien darüber hinaus keine weiteren Glasfaserausbauprojekte geplant. Vielmehr verfügten bereits mehr als 320 000 Haushalte und Unternehmen in der Stadt über schnelle Internetanschlüsse, die Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde ermöglichten. Im diesem bestehenden Netz legen die Daten laut Unternehmen mehr als 95 Prozent der Strecke über Glasfaser zurück, die letzten Meter erfolgten jedoch über Koaxial-Kabel.

Der technologische Standard sei im Ergebnis vergleichbar mit Glasfaserverbindungen. Mit einer Weiterentwicklung sollen sogar zehn Gigabit pro Sekunde möglich werden.

Mit einer neuen Strategie beim Ausbau des Netzes sollen die Kunden zudem von zwei Dingen profitieren, wie ein Sprecher sagt: „Bei diesem Ansatz werden die koaxialen Netzabschnitte so klein wie möglich gehalten.

Zugleich sinkt die Anzahl der Haushalte, die über einen Glasfaser-Knoten versorgt wird. Das führt dazu, dass die Bandbreiten-Reserve für alle Kunden innerhalb dieses Segmentes steigt.“

1&1 Versatel ist derweil zudem dabei, mehr als 4000 Unternehmen in zehn Gewerbegebieten und an acht Bürostandorten ans Glasfasernetz anzuschließen.