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Düsseldorf setzt ein Zeichen gegen Antisemitismus

Düsseldorf setzt ein Zeichen gegen Antisemitismus

Am Donnerstagnachmittag können Bürger in der Innenstadt mit einer Kippa Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde signalisieren. Am Freitag war ein 17-Jähriger Opfer einer mutmaßlich antisemitischen Attacke geworden.

Düsseldorf. Der Düsseldorfer Appell hat für Donnerstag, 17 Uhr, zu einer Mahnversammlung auf dem Heinrich-Heine—Platz aufgerufen. Anlass ist eine mutmaßlich antisemitische Attacke gegen einen 17-Jährigen in der Altstadt. Der Junge war laut Polizeibericht am Freitagabend mit einer Kippa unterwegs und ist von etwa zehn jungen Männern beleidigt und angerempelt worden. „Diese Nachricht hat uns schockiert und zornig gemacht“, sagt Volker Neupert, Koordinator des Düsseldorfer Appell.

Die Initiatoren bitten darum, dass die Teilnehmer als Zeichen der Verbundenheit eine Kippa oder eine andere angemessene Kopfbedeckung tragen. Die Mahnversammlung solle ein Zeichen des Miteinanders in Düsseldorf und der Solidarität mit Bürgern jüdischen Glaubens sein. Es müsse „gewährleistet sein, dass jüdische Bürgerinnen und Bürger unbehelligt und sicher in Düsseldorf leben können. Es ist furchtbar, dass man diese Selbstverständlichkeit heute wieder extra betonen muss“, heißt es im Aufruf des Düsseldorfer Appell.

Hinweise zur Tat am Freitag gegen 23.45 Uhr auf der Neustraße nimmt die Polizei unter Telefon 0211 8700 entgegen.