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Düsseldorf: Schüler engagieren sich für ihr Umfeld

Partizipationsprojekt bei der Stadt Düsseldorf : Diese Schüler-Wünsche haben sich im Stadtbezirk 9 erfüllt

Ob weitere Zebrastreifen, um den Schulweg sicherer zu machen, oder neue Spielgeräte: Die Teilnehmer des Projekts „Jugend checkt Düsseldorf“ haben viele Anregungen für den Stadtbezirk 9 gegeben. Jetzt liegt der Abschlussbericht vor.

Wer glaubt, Kinder und Jugendliche interessieren sich nicht für ihr Umfeld, der irrt sich gewaltig. Im November 2019 haben viele Kinder und Jugendliche aus den Stadtteilen Benrath, Wersten, Holthausen, Itter, Hassels, Himmelgeist, Reisholz und Urdenbach ihre Ideen und Anliegen für den Stadtbezirk 9 auf den Kinder- und Jugendversammlungen im Projekt „Jugend checkt Düsseldorf“ geäußert.

Eine Übersicht aller Anregungen und der daraus entstandenen Projekte sind in einem jetzt veröffentlichten Abschlussbericht nachzulesen. Koordiniert und organisiert hat das Projekt die Servicestelle Partizipation, ein Kooperationsprojekt von Jugendring und Jugendamt. Und das haben sich Kinder und Jugendliche gewünscht:

Mehr Sauberkeit

An verschiedenen Stellen wurden zusätzliche Papierkörbe installiert, etwa rund um die Selma-Lagerlöf-Grundschule, rund um die Erich-Müller-Straße, auf der Altenbrückstraße und auf der Buchenstraße.

Neue Spielmöglichkeiten

Durch finanzielle Unterstützung der BV 9 werden die Schulhöfe der Grundschulen am Köhnen, Henri Dunant und St. Elisabeth umgestaltet und aufgewertet. Eine Realisierung der neuen Spielgeräte ist für 2021/2022 geplant; die Henri-Dunant-Schule hat bereits einen Basketballkorb erhalten. Die Bezirksvertretung hatte zudem Geld für eine Schaukel auf dem Spielplatz Cronenberger Weg beschlossen; diese Schaukel wurde im Mai aufgebaut. Dortige Platzkapazitäten für weitere Spielgeräte werden derzeit geprüft.

Der Wunsch nach zusätzlichen Spielgeräten auf einigen anderen Spielplätzen konnte wegen fehlender Fläche allerdings nicht realisiert werden. Das gilt für die Spielflächen Rathaus Benrath, Zoppoter Straße und Rodenbirkener Straße. Bei der Erstellung des Parkpflegewerks für den Schlosspark Benrath sollen die Ideen der Kinder für die Grünanlage berücksichtigt werden. Der Wunsch, die Nördlinger Straße als Spielstraße auszuweisen, ist laut Fachamt derzeit nicht möglich. Die Prüfung, ob am Tiroler Weg die Möglichkeit für einen Bolzplatz entstehen kann, ist auch wegen der Wohnbebauung negativ ausgefallen.

Die Idee eines Veranstaltungsgartens für Kinder in Wersten beziehungsweise der Christophorusschule wurde mit den Stadtteilakteuren diskutiert und ausgearbeitet. Erste gemeinsame Aktionen hatten unter Federführung der Quartiersmanagerin stattgefunden, doch wegen der Pandemie und einem geplanten Bauprojekt auf der Fläche wird das Projekt nicht umgesetzt werden können.

Sanierung

Die Toiletten in der Einrichtung Kamper 17 sollen renoviert werden. Dafür hat die BV 9 bereits Geld bewilligt.

Eine Vielzahl von Anregungen und Anliegen konnte nicht umgesetzt werden. Zebrastreifen wurden für die Buchenstraße, Altenbrückstraße und an der Dankeskirche (hier die zusätzliche Beleuchtung) gefordert. Laut Bericht wurde dies auch geprüft, Zebrastreifen entstanden aber nicht. An der Altenbrückstraße sollen die Zahlen der Autos und Fußgänger noch geprüft werden; an der Querungsstelle Altenbrückstraße wurden Pfosten installiert, um das Parken von Autos zu verhindern und eine bessere Übersicht zu gewährleisten.

Die Situation für den Radverkehr rund um das Schloss Benrath, Wimpfener Straße, Hospitalstraße und Benrodestraße wurde von den Teilnehmern des Projekts stark kritisiert. Allerdings, so die Verwaltung, seien die Forderungen nach zusätzlichen Fahrradwegen und eine ausgewiesene Fahrradstraße derzeit nicht realisierbar. Die Kinder bedauern dies, heißt es in dem Bericht.