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Düsseldorf richtet Lastenräder-Parkplätze in Einkaufsstraßen ein

Sechs Straßen ausgewählt : Mit dem Lastenrad zum Einkaufen

Die Stadt reagiert auf die wachsende Beliebtheit des Verkehrsmittels. An sechs Straßen soll es losgehen.

An Düsseldorfer Einkaufsstraßen werden bald erstmals Parkplätze speziell für Lastenräder eingerichtet. Die Stadtverwaltung reagiert damit auf die gestiegene Beliebtheit des Verkehrsmittels und will einen Anreiz für weitere Interessenten schaffen, da Lastenräder als klimafreundliche Alternative zum Auto gefördert werden sollen.

In einem ersten Schritt werden Abstellplätze an sechs Geschäftsstraßen geschaffen: Nordstraße (Pempelfort), Birkenstraße/Ackerstraße (Flingern-Nord), Rethelstraße (Düsseltal), Lorettostraße/Bilker Allee (Unterbilk), Luegallee (Oberkassel). Die Umsetzung könnte bis zum Sommer erfolgen.

Die Straßenverkehrsordnung bietet die Möglichkeit, Parkzonen für Lastenräder auszuweisen. Die Stadt will in diesen Zonen Abstellbügel installieren, die auf die Größe der Lastenräder zugeschnitten sind. Wie es in einer Informationsvorlage an den Ordnungs- und Verkehrsausschuss heißt, ist davon auszugehen, dass auch Radfahrer die Zonen zum Abstellen ihrer Gefährte nutzen werden, auch wenn das rechtlich nicht zulässig ist. Dies soll nicht sanktioniert werden – auch weil die Halter nur schwer zu ermitteln sind. Die Beschilderung soll aber deutlich machen, dass die Zonen für Lastenräder gedacht sind.

Wo genau an den genannten Straßen die Zonen entstehen werden, soll noch ermittelt werden und ist in der Vorlage für die Sitzung am 24. November nicht angegeben. Wichtig sei eine Nähe zum Einzelhandel und zu Schulen oder Kitas – schließlich gelten Einkauf und Kindertransport als wichtigste Gründe für die Nutzung von Lastenrädern. Angesichts der Platznot an den Einkaufsstraßen dürften auch Autoparkplätze umgewandelt werden, um Platz für die Lastenräder zu schaffen.

Düsseldorf hatte im April auf Wunsch des schwarz-grünen Ratsbündnisses einen Zuschuss für den Kauf von Lastenrädern ausgelobt und dafür zwei Millionen Euro in den Haushalt eingestellt. 1500 Anträge auf eine Förderung zur Anschaffung von Lastenfahrrädern über das kommunale Förderprogramm gingen ein, über 960 Anträge wurden bewilligt. Da damals die meisten Anträge aus den innerstädtischen Bezirken 1 bis 4 eingingen, werden nun dort die Lastenradzonen geschaffen.

In der Prioritätsstufe 1 befinden sich fünf weitere Geschäftsstraßen, in denen anschließend die Abstellbügel aufgestellt werden sollen: Bilker Bahnhof/ Friedrichstraße Süd (Friedrichstadt/Unterbilk), Kölner Straße (Oberkassel), Benderstraße/Neusser Tor/Kölner Tor (Gerresheim), Gumbertstraße (Eller), Benrather Marktplatz.