Versammlung gegen rechts Rheinkniebrücke wird für Demonstration in Düsseldorf gesperrt

Düsseldorf · Die große Demo gegen Rechtsextremismus wird am Samstag wohl für volle Straßen sorgen. Mit welchen Einschränkungen man rechnen muss und wie Auswärtige am besten anreisen.

 In Köln demonstrierten rund 30 000 Menschen. Ebenso viele werden am Samstag in Düsseldorf erwartet.

In Köln demonstrierten rund 30 000 Menschen. Ebenso viele werden am Samstag in Düsseldorf erwartet.

Foto: dpa/Oliver Berg

Eine große Demonstration gegen Rechtsextremismus, an der voraussichtlich mehrere Zehntausend Menschen teilnehmen werden, wird am Samstag durch Düsseldorf ziehen und vermutlich für volle Straßen sorgen. Die Polizei rechnet damit, dass der Verkehr zwischen 12 und 17 Uhr beeinträchtigt sein wird, unter anderem wird die Rheinkniebrücke zeitweise gesperrt. Auch bei Bussen und Bahnen kann es zu Verspätungen kommen.

Start des Demonstrationszuges ist um 12 Uhr am DGB-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße. Die Teilnehmer werden sich auf der Straße, die vom Hauptbahnhof in Richtung Königsallee führt, aufstellen. Sollte es dort bereits zu voll werden, müsse der Protestzug früher starten, um das Geschehen zu entzerren, heißt es vom Bündnis Düsseldorf stellt sich quer (DSSQ), das die Demo für 30 000 Teilnehmer angemeldet hat.

Anschließend gehen die Demonstranten über Hauptstraßen und über die Rheinkniebrücke zu den Rheinwiesen in Oberkassel, wo die Abschlusskundgebung stattfindet. Die Brücke muss darum zeitweise für den Verkehr gesperrt werden, sagt eine Polizeisprecherin. Ob sie komplett oder nur teilweise blockiert wird, stehe aber noch nicht fest. Rund um den Hauptbahnhof und südlich davon könnten auch die Linien der Rheinbahn eingeschränkt sein, heißt es von der Polizei.

Dass die Versammlung wie in anderen Städten eine kritische Größe erreichen könnte, erwartet die Polizei nicht. In München etwa musste eine ähnliche Kundgebung gegen rechts wegen zu großen Andrangs abgebrochen werden. Auf der Strecke in Düsseldorf aber gebe es genügend größere Flächen, auf die die Teilnehmer ausweichen könnten, so die Sprecherin. Die Kundgebung wurde bereits wegen der erwarteten Größe vom Johannes-Rau-Platz auf die Rheinwiesen im linksrheinischen Oberkassel verlegt. Allein die Fläche der Rheinkirmes umfasst 130 000 Quadratmeter – laut Polizei sei dort Platz für bis zu 390 000 Personen.

Der Abbruch einer Versammlung sei unabhängig davon ein letztes Mittel, das in der Regel genutzt werde, wenn es zu Ausschreitungen komme, so die Polizeisprecherin. Die Polizei rechnet aber damit, dass alles friedlich ablaufen werde.

Problematisch könnte sich für Auswärtige die Anreise nach Düsseldorf gestalten. Denn die Lokführer streiken noch bis Montagabend, viele Züge im Fern- und Regionalverkehr fallen darum aus. Einige Demonstranten werden darum wohl aufs Auto umsteigen wollen. DSSQ hat darum eine Empfehlung zur Anreise veröffentlicht: Das Bündnis rät davon ab, mit dem Auto in die Stadtmitte zu fahren. Stattdessen sollten Auswärtige einen Park-and-Ride-Parkplatz ansteuern und mit dem Nahverkehr weiterfahren. Parkplätze mit guter Anbindung gibt es unter anderem am Südpark, am Staufenplatz, am Südfriedhof und am Simon-Gatzweiler-Platz. Von allen Standorten fahren Straßen- oder U-Bahnen direkt bis zum Hauptbahnhof.

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