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Rathaus: Düsseldorf: Rat sagt Ja zu Open-Air-Fläche und Arena-Namen

Rathaus : Düsseldorf: Rat sagt Ja zu Open-Air-Fläche und Arena-Namen

Vor allem um den Namen „Merkur-Spielarena“ wurde gestritten, die Fronten liefen quer durch die Parteien.

Der Stadtrat hat in seiner gut vierstündigen Sitzung am Donnerstagnachmittag einige schon seit Monaten diskutierte, wichtige Themen für die Stadt abgearbeitet:

Arena-Namen: Nach einer leidenschaftlich geführten Diskussion hat sich eine Mehrheit des Rates für die Beibehaltung des Namens „Merkur-Spielarena“ ausgesprochen. In der von den Fraktionen freigegebenen Abstimmung folgten aber immerhin 24 Ratsmitglieder dem Antrag der Linken, diesen Namen wieder zurückzunehmen. Neben der Linken votierten vor allem die Grünen, sowie die klare Mehrheit in der FDP gegen den neuen Namenssponsor: „Wir bemühen uns händeringend um ein besseres Image für Düsseldorf und jetzt strahlt zehn Jahre lang diese  peinliche Spielhallen-Sonne auf unserer Arena“ sagte Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP). Annelies Böcker (CDU) verwies auf die Gefahren der Spielsucht und das fatale Signal, das von solch einem Werbenamen ausgehe, CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt gab zu, dass man sich einen besseren Namenssponsor gewünscht hätte, es habe aber keinen gegeben. Für die SPD verteidigte Helga Leibauer und Claudia Bednarski einerseits die Gauselmann-Gruppe, andererseits den „guten Deal für die Sportstadt“. Außerdem gebe es kaum noch einen Namensgeber, der moralisch völlig unproblematisch sei.

Neue Gesamtschule: Die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP mit Unterstützung auch der Linken will eine neue interkommunale Gesamtschule im Linksrheinischen einrichten. Die Politik beauftragte die Verwaltung, insbesondere einen geeigneten Standort mit der Nachbargemeinde Meerbusch zusammen zu prüfen. Ausgerechnet die nicht gerade als gesamtschulfreundlich bekannte FDP initiierte diesen Vorstoß innerhalb der Ampel: „Weil im gesamten linksrheinischen Raum ganz besonders eine Gesamtschule fehlt“, sagte Mirko Rohloff für die Liberalen. Die CDU zeigte sich skeptisch, wollte das Thema erst im Schulausschuss behandeln, Rolf Tupps bezweifelte indes den Bedarf an einer Gesamtschule auf der linken Rheinseite und verwies auf die beiden „übervollen“ Gymnasien in Oberkassel.  SPD, Grüne und Linke wünschen sich seit jeher mindestens eher zwei neue Gesamtschulen. Vor allem im Norden der Stadt sei der Bedarf am größten, doch dort findet sich derzeit kein geeignetes Grundstück.
Eventfläche: Die Stadt soll die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Anlage einer großen Open-Air-Fläche auf dem Parkplatz 1 (P1) der Messe schaffen. Nach der Absage des Ed-Sheeran-Konzerts im Juli soll nun dauerhaft eine Fläche von 200 000 Quadratmeter Größe und mit einer Kapazität für 80 000 Zuschauer geschaffen wird. Die Ampel-Mehrheit nahm einige Ergänzungen der CDU etwa für das Verkehrs- und Sicherheitskonzept auf. Die Prüfung solle gründlich erfolgen, die Ergebnisse aber nicht bis zum St. Nimmerleinstag auf sich warten lassen, sagte Manfred Neuenhaus (FDP). Auch die Grünen, die bei Ed Sheeran noch Nein gesagt hatten, begrüßen nun die Open-Air-Fläche in Stockum. Fraktionschef Norbert Czerwinski betont, dass dafür nicht mehr als 60 Bäume gefällt werden sollen und eine umfassende Beteiligung der Bürger eingehalten wird. D-Live war bisher davon ausgegangen, dass 98 Bäume entfernt werden müssen, wovon 28 umgesetzt werden können


Gedenktafel: Einstimmig (wenngleich bei Enthaltung der CDU) stimmte der Rat dafür, für die Opfer des Wehrhahn-Anschlages im Juli 2001 eine Gedenktafel oder Stele zu errichten. Die Initiative dazu war wie berichtet von der Bezirksvertretung 1 (Stadtmitte) ausgegangen.