Posse in Düsseldorf Schadensbegrenzung nach versehentlichem Abriss der Protestwand gegen rechts

Düsseldorf · Eine Fotografie von Katharina Mayer soll ab Donnerstag am Unteren Rheinwerft hängen.

Ein großes Foto soll die Protestwand am Rhein ersetzen.

Ein großes Foto soll die Protestwand am Rhein ersetzen.

Foto: Anne Orthen (orth)

Die Ausstellung der Protest-Plakate am Rheinufer soll eine Fortsetzung finden. Am Dienstag hatten Mitarbeiter des städtischen Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) die Ausstellung am Unteren Rheinwerft entsorgen lassen, da dies grundsätzlich bei politischen Äußerungen im Umfeld der Staatskanzlei erfolgen soll. Nicht bekannt war den Einsatzkräften allerdings, dass es für die Galerie der Botschaften gegen menschenverachtende Politik und für Demokratie eine Erlaubnis der Denkmalschutzbehörde gab. Viele Bürger hatten sich beteiligt und ihre für die Großdemonstration am
27. Januar mit 100 000 Teilnehmern gefertigten Plakate am Sonntag zum Rhein gebracht. Die Stadt hatte den Vorfall bereits öffentlich bedauert. Auch bei den Organisatoren von Düsseldorf stellt sich quer haben sich inzwischen sowohl das Büro des Oberbürgermeisters Stephan Keller als auch das Ordnungsamt entschuldigt, berichtet Oliver Ongaro am Donnerstag. Vor allem hat man sich auf eine Idee einigen können, wie der Schaden ansatzweise wieder gutzumachen ist. Die Plakatwand soll in Form einer großformatigen Fotografie auferstehen. Angefertigt hat sie die Künstlerin Katharina Mayer. Ongaro erklärt, dass eine Ausstellung zum Thema „Nie wieder ist jetzt“ angedacht sei, das Werk von Mayer sollte in einem kleineren Format Teil davon werden. Nun soll die Fotografie auf robustem Material in einer Größe von vier mal sechs Metern am Rheinufer installiert werden. Auch Oberbürgermeister Stephan Keller hat sein Kommen zugesagt, berichtet Ongaro. Er ist inzwischen milder gestimmt. „Wichtig ist, dass dieser Ausdruck der Stadtgesellschaft gegen die AfD fortgesetzt wird.“ Deshalb sei es „richtig gut“, dass jetzt auch mit Hilfe des OBs ein weiteres starkes Zeichen ausgesendet werden könne. Und: Während die Ausstellung der Plakate eigentlich nur bis Freitag gestattet war, darf die Fotografie jetzt länger hängen.

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