Düsseldorfer Verkehrsschule Wo Vorschulkinder das Überqueren der Straße von Puppen lernen

Düsseldorf · Die Verkehrspuppenbühne der Düsseldorfer Polizei stellte in Rath ihr neues Stück für Vorschulkinder vor.

 Sonja Martin lässt die Puppen mit den Zuschauern sprechen.

Sonja Martin lässt die Puppen mit den Zuschauern sprechen.

Foto: Anne Orthen (orth)

„Am Bordstein halt, damit´s nicht knallt!“, diesen Spruch haben alle Kinder drauf, nachdem sie die Jugendverkehrsschule Düsseldorf am Rather Broich verlassen haben. Dort wird  als Teil der Vorbereitung für den Fußgängerschein das Theaterstück „Ab in die Wüste“, auf der schuleigenen Puppenbühne aufgeführt.

Am Mittwoch kamen sieben Kindertagesstätten mit insgesamt 117 Kindern aus ganz Düsseldorf in der Jugendverkehrsschule zusammen  und sahen das Stück, das Norma Fleiß, Janett Louis und Sonja Martin inszeniert haben. Die drei Polizistinnen unterrichten so jedes Jahr  auf unterhaltsame Weise  rund 6500 Vorschüler zum Thema richtiges Verhalten  im Straßenverkehr.

Die Kulisse  ist eine Wüstenlandschaft mit Palmen, Pyramiden und einer großen Straße in der Mitte. Die Figuren, die ebenso wie das gesamte Bühnenbild von Fleiß, Louis und Martin selbst gebaut wurden, sind Löwe Ludwig, Warzenschwein Helmut und der Wüstenfuchs Renard. Während Louis und Fleiß die Puppen bedienen, fungiert Martin als Bindeglied zwischen der Bühne und den Kindern im Publikum.

Die Geschichte handelt von Helmuts Reise durch die Wüste und seiner Suche nach einem Brunnen. Auf seinem Weg muss er sich vielen Gefahren, stellen, darunter eben auch dem Überqueren der Straße.  Ein Kaktus dient als Ampel, die Notufnummer 110 ist die Handynummer der Polizistin Sonja Martin. Und neben der Verkehrserziehung geht es im Stück auch um Werte wie: Freundschaft, Reue, Entschuldigen, Teilen und Vergebung

Der Weg zum Fußgängerführerschein ist dreiteilig. Begonnen wird im Herbst mit Training in der Kita, dann folgt im Februar das Bühnenstück und im Mai dann die Prüfung im richtigen Straßenverkehr. „Das Theaterstück macht einfach am meisten Spaß, denn es ist der kreativste, aber auch der anstrengendste Teil.“, so Janett Louis. Das Stück sei so angelegt, dass die Wissensvermittlung spielerisch und nicht so steif erfolgt. Und es wird mit positiven Emotionen gearbeitet, damit das Erlernte, vor allem durch das viele Wiederholen, auch in den Kitas, im Kopf bleibt. Das bestätigt auch einer der Erzieher, die die Kinder begleiten.  „Dabei nehm ich dann auch selber noch etwas mit“ witzelt er.

(liwi)
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