Düsseldorf: Polizei und Rheinbahn schnappen Graffiti-Sprayer

Düsseldorf: Polizei und Rheinbahn schnappen Graffiti-Sprayer

Ein Mann fühlte sich jetzt in der Nacht im U-Bahnhof Kettwiger Straße unbeobachtet - doch das war er nicht. Jetzt erwartet ihn eine Anzeige.

Düsseldorf. Der Polizei und der Rheinbahn gingen in dieser Woche Graffiti-Sprayer ins Netz: Mit Sprühdosen bewaffnet, hatte sich ein Mann am vergangenen Mittwoch gegen 1 Uhr nachte auf einem Gleis im U-Bahnhof „Kettwiger Straße“ zu schaffen gemacht. Was der Sprayer jedoch nicht ahnte: Ein Rheinbahn-Mitarbeiter der Leitstelle sah ihn über die Videobeobachtungsanlage und informierte sofort den Sicherheitsdienst, die Polizei und einen Funkwagen der Rheinbahn. Der Täter und zwei weitere Personen konnten kurze Zeit später gestellt und von der Polizei festgenommen werden, wie die Rheinbahn am Freitagmorgen mitteilt.

Die Rheinbahn hat die Sprayer angezeigt und ihnen ein Hausverbot ausgesprochen.

Für das Verkehrsunternehmen sind Verschmutzungen, Beschädigungen - auch in Form von Graffitis - kein Kavaliersdelikt. Denn Insgesamt kostet die Beseitigung von Vandalismusschäden allein an Fahrzeugen die Rheinbahn etwa zwei Millionen Euro pro Jahr. Bis zu 1000 Euro sind der Rheinbahn Hinweise deshalb wert, die zur Erfassung der Täter führen. Mindestens 500 Euro bekommt der Hinweisgeber — egal, wie hoch der Sachschaden ist.

Wer Zeuge von Vandalismus an Bussen, Bahnen oder Haltestellen wird, wendet sich bitte an die Polizei, die Fahrer oder nimmt über die Notrufsäulen Kontakt zur Rheinbahn-Leitstelle auf.

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