Neuer Standort in Düsseldorf unklar Standort-Vorschlag für Pavillon

Düsseldorf · Aber wo kommt das Schmuckstück hin? Die Stadtspitze hat drei ursprüngliche Finalisten abgehakt und will zwei neue Standorte präsentieren.

 Einrüstarbeiten am Pavillon.

Einrüstarbeiten am Pavillon.

Foto: Uwe-Jens Ruhnau

Jetzt geht es am Carsch-Haus los, das wurde den Passanten am Montag klar. Drei teils schwer beladene Transporter fuhren vor, dann begann das Einzäunen des Pavillons vor dem Kaufhaus. Mittags startete das Einrüsten des eigentlichen Pavillons, der rundum bis zum Beginn des Daches umstellt wird. Dies ist notwendig, um in den nächsten Wochen seinen Zustand genau untersuchen zu können. Der Abbau des Pavillons und der Abbruch des Fundamentes, das einen Notausgang des Carsch-Hauses birgt und am neuen Standort nicht mehr benötigt wird, soll maximal acht Wochen dauern.

Dass der Pavillon wieder aufgebaut wird und dies nicht erst in zehn Jahren, ist für die Politik klar. Im Mai hatte die Verwaltung nach der Prüfung von rund 50 Möglichkeiten drei finale Standorte vorgeschlagen, diese sind nun aber ebenfalls aussortiert worden: Am Graf-Adolf-Platz möchte man die Grundstruktur der Leuchtbänke nicht zerstören, nördlich des Kö-Bogens hat der Wettbewerbssieger der Kö-Bogen-Gestaltung zwar einen Pavillon vorgesehen, allerdings nicht einen solch historisierenden – hier werden urheberrechtliche Konflikte befürchtet. Der Bereich hinter dem Landtag kam bei den Bürgern nicht gut an.

Die Verwaltung prüft derzeit zwei neue Standorte. Wenn diese nicht zentral liegen und sehr überzeugend sind, sieht Alexander Fils (CDU), Chef des Planungsausschusses, wieder den Platz vor dem Standesamt im Hofgarten vorne. Den hatten CDU und FDP aus der Bezirksvertretung 1 favorisiert, die Stadtspitze wollte diesen jedoch aus denkmalpflegerischen Gründen nicht. Fils ist für ein Schild am Pavillon, das darüber informiere, dass der Pavillon nicht aus der Zeit von Hofgarten-Planer Maximilian Weyhe stamme. Im südlichsten Zipfel der Stadt würde man sich über einen Umzug des Pavillons in den Garather Schlosspark freuen. „Wir beantragen deshalb in der nächsten Sitzung der BV 10, dass die Verwaltung prüft, ob der Pavillon am Schloss Garath aufgestellt werden kann. Eine positive Entscheidung wäre eine echte Bereicherung für den Stadtbezirk“, so das grüne Ratsmitglied Uwe Warnecke.

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