Palliativstation in Düsseldorf „War zutiefst berührt von der Herzlichkeit und liebevollen Zuwendung“

Düsseldorf · Mit einer hohen Einzelspende bedankt sich ein Düsseldorfer für die Betreuung seiner Lebensgefährtin am Marien-Hospital.

 Oberärztin Hanna Kubitz (v.l.), Claudia Feldbusch (pflegerische Leitung Palliativstation), Spender Jann Beyen, Chefarzt Professor Aristoteles Giagounidis und Klinik-Geschäftsführer Martin Meyer

Oberärztin Hanna Kubitz (v.l.), Claudia Feldbusch (pflegerische Leitung Palliativstation), Spender Jann Beyen, Chefarzt Professor Aristoteles Giagounidis und Klinik-Geschäftsführer Martin Meyer

Foto: Marien Hospital

(semi) Am Marien Hospital freut man sich über eine großzügige Spende, die nun den Ausbau der Palliativstation vorantreiben soll. Sie kommt vom Düsseldorfer Jann Beyen, der die Station vor Ort kennenlernte, als bei seiner Lebensgefährtin im Sommer 2022 eine bösartige Tumorerkrankung diagnostiziert wurde. „Als sie dann vor einigen Monaten auf die Palliativstation verlegt wurde, war ich zutiefst berührt von der Herzlichkeit und liebevollen Zuwendung, die die Patienten auf dieser Station erfahren“, sagte Beyen. Während des gesamten Aufenthaltes seien seine Partnerin und er von Ärzten und Mitarbeitern „immer herzlich und freundlich betreut“ worden. Als hilfreich habe er auch die ehrenamtlichen Hospiz-Mitarbeiterinnen erlebt, die für eine Abwechslung im Tagesablauf sorgten, und die Seelsorge auf Station.

Geschäftsführer Martin Meyer und Professor Aristoteles Giagounidis (Chefarzt der Klinik für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin) bedankten sich bei Beyen im Namen des ganzen Hauses. Dank der Spende in sechsstelliger Höhe könne nun die Bettenkapazität der Palliativstation ausgebaut werden. „Immer mehr Menschen benötigen eine qualitativ hochwertige Palliativversorgung. Wir möchten unsere Räumlichkeiten auch für Angehörige ausbauen und darüber hinaus auch wohnlicher gestalten“, sagte Stationsleiterin Claudia Feldbusch. Die Spende bilde den Startschuss für den Ausbau.

Palliativmedizin wird oft mit dem Sterbeprozess assoziiert, sie ist jedoch nicht nur auf Patienten in der letzten Lebensphase beschränkt. Vielmehr geht es darum, belastende Symptome wie Schmerzen, Übelkeit, Atembeschwerden oder Schwäche zu behandeln, um auch Raum für andere wichtige Dinge zu schaffen. „Der Schwerpunkt liegt darauf, die Lebensqualität zu verbessern, Symptome zu lindern und psychosoziale sowie spirituelle Bedürfnisse zu berücksichtigen“, sagte Oberärztin Hanna Kubitz.

Vor Ort hilft ein multiprofessionelles Team den Patienten, individuelle Wünsche und Bedürfnisse zu realisieren. Angeboten werden etwa Entspannungs-, Kunst- oder Aromatherapie, kleine Konzerte auf dem stationseigenen Klavier und auch Therapiehunde kommen zum Einsatz: Das alles ermögliche Momente, unbefangen mit der eigenen Situation und der der Angehörigen umzugehen.

Aufgrund des hohen Investitionsbedarfs für die geplante Erweiterung wurde das Spendenprojekt „Palliativmedizin braucht Raum“ ins Leben gerufen, für das man auf weitere Unterstützung hofft: www.marien-hospital.de/spendenprojektpalliativ