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Düsseldorf: P+R-Plätze sollen ohne Beratung geplant werden

Politik : P+R-Plätze sollen ohne Beratung geplant werden

Widerstand kommt aus dem Norden. Stadt schlägt 22 Parkplätze vor.

Wegen des Coronavirus macht auch die Politik eine Zwangspause. Allerdings nicht ganz. Am 8. April tagt der Haupt- und Finanzausschuss, um besonders dringliche Angelegenheiten auf den Weg zu bringen. Auf der Tagesordnung steht auch das Thema „Park & Ride in und um Düsseldorf“. Das Amt für Verkehrsmanagement schlägt 22 mögliche Standorte für Pendler-Parkplätze vor. Die Planung soll nun ohne ausführliche Beratung auf den Weg gebracht werden. Widerstand kommt aus dem Norden. Mit den Stimmen von CDU und FDP hat die Bezirksvertretung 5 (Kaiserswerth, Lohausen, Stockum, Angermund, Kalkum und Witttlaer) entschieden, dass sie einem Dringlichkeitsbeschluss nicht zustimmen wird.

Die Verwaltung möchte grünes Licht von der Politik, um die Verkehrswende weiter voran zu bringen. Dazu sollen 22 mögliche Standorte für Pendlerparkplätze überprüft werden. Die Vorschläge reichen vom Unterbacher See bis zu Flächen in Neuss oder Ratingen. Im Norden soll der Messeparkplatz 2 als Park-and-Ride-Platz genutzt werden. Hierfür sei ein gemeinsames Konzept mit der Rheinbahn erforderlich, um den Parkplatz besser anzubinden. Gedacht wird unter anderem an einen Shuttle-Verkehr über die Rotterdamer Straße zur Heinrich-Heine-Allee.

„Ich halte es für falsch, eine solche Planung ohne Beteiligung der Bezirksvertretung einfach durchzuwinken“, begründet Benedict Stieber, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kaiserswerther Rathaus, warum er gegen den Dringlichkeitsbeschluss ist. Grundsätzlich sei gegen die Nutzung des Messeparkplatzes nichts einzuwenden. Es sollen aber auch andere Standorte im Norden einbezogen werden: „Zum Beispiel am Froschenteich, wo viel Verkehr aus dem Duisburger Norden weggenommen werden könnte.“ Dort hat die Rheinbahn zwar einen kostspieligen Hochbahnsteig mitten ins Grüne gebaut. Doch es gibt bis heute keine P&R-Plätze, obwohl jede Menge Platz ist. Außerdem fehle in dem Konzept der Standort Lilienthalstraße in Lohausen, der als Pendler-Parkplatz gut geeignet sein könnte.

Gebunden ist der Haupt- und Finanzausschuss an die Entscheidung der BV5 übrigens nicht. Er kann die weitere Planung auch ohne Zustimmung der Vorstadtpolitiker auf den Weg bringen.