Engagement in der Landeshauptstadt Oberbürgermeister zeichnet Ehrenamtler aus

Düsseldorf · Stephan Keller hat im Rathaus Düsseldorfer mit dem Martinstaler geehrt, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich engagiert haben.

Oberbürgermeister Stephan Keller hat im Rathaus Bürger mit dem Martinstaler 2023 ausgezeichnet.

Oberbürgermeister Stephan Keller hat im Rathaus Bürger mit dem Martinstaler 2023 ausgezeichnet.

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf / David Young

Besondere Menschen waren an diesem Abend in den Jan-Wellem-Saal des Rathauses gekommen: Ehrenamtler, die sich in ganz unterschiedlichen Bereichen in ihrer Freizeit einbringen. Um die Arbeit dieser stillen Helfer zu würdigen, sind die Bürger der Landeshauptstadt jedes Jahr aufgerufen, Mitmenschen für den Martinstaler vorzuschlagen. Ihr Einsatz spielt sich häufig im Verborgenen ab. Sie kümmern sich um andere, oft ohne großes Aufheben darum zu machen.

„Ehrenamtlich Tätige tragen dazu bei, dass Düsseldorf eine lebenswerte Stadt ist. Was wäre unsere Gesellschaft ohne diese Menschlichkeit, die unentgeltlich und freiwillig von so vielen geleistet wird. Im Laufe der Zeit habe ich viele von ihnen persönlich kennengelernt. Ihr vielfältiger und unermüdlicher Einsatz beeindruckt mich immer wieder“, sagte Keller. Das Ehrenamt erhalte auch zunehmend Zulauf von jungen Leuten und von Menschen mit Migrationshintergrund. Das freue ihn ganz besonders, betonte der Rathaus-Chef.

Der Martinstaler wird in diesem Jahr bereits zum 22. Mal verliehen. Das sind die Preisträgerinnen und Preisträger 2023:

Pamela Broszat engagiert sich schon seit vielen Jahren. Sie kümmert sich um Geflüchtete, gibt Kindern Nachhilfe, hat ausländischen Familien geholfen, die Kinder zu betreuen, damit die Eltern etwas Freiraum haben. Sie ist aber auch über ihr Engagement im Kulturverein in Gerresheim ehrenamtlich tätig.

Wolfgang F. Heck ist Ressortleiter „Kinder und Familien“ bei der Bürgerstiftung Düsseldorf und hat unter anderem das Projekt „gesund & munter“ vor 15 Jahren mit ins Leben gerufen. Er ist seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2005 als Ehrenamtler dabei.

Heribert Klein setzt sich ehrenamtlich mit diversen karitativen Ideen und deren Umsetzung bei Unicef für Kinder in Not ein. Er zeichnete verantwortlich für die Umsetzung der Aktion „Einsatz für Kinderrechte - ein Platz für jedes Kind“. Bei allen Aktionen hat er Spenden in Millionenhöhe generiert. Mit 650 000 Flaschen Desinfektion für Krankenhäuser in Kiew unterstützte und koordinierte er darüber hinaus die Ukraine-Hilfe „Wasser“.

Rainer Kloke ist seit vielen Jahren aktiv im DRK-Bewohnerbeirat. Er leitet die Sitzungen des Beirates, ist regelmäßig im Haus und steht den Bewohnern mit Rat und Tat zur Seite. Das DRK-Zentrum Grafental ist eine Einrichtung der stationären Altenhilfe mit 89 Plätzen.

Gerti Kobarg arbeitet ehrenamtlich bei der Spieloase in Bilk, eine Institution, die seit 1985 einen Nachbarschaftstreff für Kinder und Familien organisiert. Hier wird ein generationenübergreifendes Angebot für die Nachbarschaft geboten. Sie ist Vorsitzende des Vereins Spielen und Leben in Bilk, dem Träger der Spieloase. Darüber hinaus organisiert sie das jährlich stattfindende Floragartenfest.

Renate Kühn war 30 Jahre in der Diakonie ehrenamtlich tätig. Sie hat bei der Tafel gearbeitet und ist heute immer noch im Einsatz, wenn es eng wird. Seit 2017 ist sie bei den Altstadtengeln. Hier sammelt sie Spenden für Obdachlose und führt die Essensverteilung in Eigenregie durch. Auch sammelt sie Dinge, die Bedürftige für ein menschlicheres Leben benötigen.

Sabine Merhar und Mirko Kürten leiten seit vielen Jahren im Team und gleichberechtigt die Martinsfreunde Hassels. Sie akquirieren neue Sammler, teilen die Straßenzüge zum Sammeln ein, organisieren die Musikkapellen sowie die Pferde, halten den Kontakt zu Polizei und Stadtverwaltung und legen mit diesen den jeweiligen Zugweg fest. Während der Pandemie organisierten sie ebenfalls Martinszüge.

Helmut Pohl ist seit über 20 Jahren ein sehr verlässlicher ehrenamtlicher Mitarbeiter der Telefonseelsorge in Düsseldorf. Regelmäßig leistet er drei Dienste pro Monat (davon einen Nachtdienst), in denen er den Anrufern zuhört und ihnen ein wertvolles, stärkendes Gegenüber ist. Auch ist er ein gesuchter Hospitationsgeber, der die neuen Kolleginnen in der Ausbildung begleitet und auf die Tätigkeit in der Telefonseelsorge vorbereitet.

Helgo Ringpfeil engagiert sich für den Düsseldorfer Sport-Club 1899. Seine Hauptaufgabe ist es, die Sportstätten zu pflegen und in Ordnung zu halten, so dass annähernd 1000 Kinder und Jugendliche einen perfekten Ort für ihren Sport finden. Ein Wochenende kennt er nicht, er ist an sieben Tagen in der Woche für den Club aktiv. Zudem ist es insbesondere seinem Engagement zu verdanken, dass der Verein das Hochwasser 2021 mit den Folgeschäden so gut überstanden hat.

Brigitte Röhle ist seit 2007 jede Woche im Hospiz ehrenamtlich in der Küche, an der Rezeption und auch in der Begleitung von Patienten tätig. Ihre Arbeit ist kompetent und einfühlsam. Sie wird daher gleichermaßen von Hauptamtlichen, Patienten sowie auch An- und Zugehörigen geschätzt. Ihr zeitlicher Einsatz ist überdurchschnittlich hoch.

Ausgezeichnet wurden auch drei Düsseldorfer in der Kategorie „Neue Wege des bürgerschaftlichen Engagements“. Bei dieser Auszeichnung geht es darum, Personen, Vereine oder auch Initiativen zu ehren, die sich durch innovative Ideen und privates Handeln auf noch unbekanntem Terrain ehrenamtlicher Tätigkeit begeben haben:

Simone Eßer und Eva Schwientek haben das Netzwerk „Kleeblatt Düsseldorf“, eine Art Selbsthilfegruppe, gegründet. Beide sind selbst Mütter von Kindern mit Down-Syndrom. Seit der Gründung hat sich Kleeblatt fortwährend erweitert und ist unter anderem erste Informations-Anlaufstelle für Familien, die ein Kind mit Downsyndrom erwarten oder ein Kind mit Downsyndrom bekommen haben.

Regina Schäfer (92) ist trotz ihres hohen Alters seit Jahren im Sommer- wie im Winterbrauchtum unterwegs und begleitet zahlreiche Schützenfeste und Karnevalsaktivitäten mit ihrem Fotoapparat. Dies macht sie nicht nur in ihrem Stadtteil Lohausen, sondern in fast allen Stadtteilen von Düsseldorf.

(jj)
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