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Düsseldorf: Mit Memory-Techniken (fast) alles behalten

Toastmasters : Morgen wird alles anders – dank Eselsbrücke

Boris Rickmann hält eine Rede über Vergiss-mein-nicht-Techniken. Sie sind seit der Antike bekannt.

Bei einem Festmahl trug Simonides von Keos zu Ehren seines Gastgebers ein Gedicht vor. Nach der Rede bekam Simonides eine Nachricht gebracht, dass draußen ein Bote auf ihn wartete. Er verließ das Festmahl, konnte aber draußen niemanden sehen.

Während seiner Abwesenheit stürzte das Dach des Festsaals ein und begrub die Festgesellschaft unter seinen Trümmern. Die Leichen waren so zermalmt, dass die Verwandten, die sie zur Bestattung abholen wollten, sie nicht identifizieren konnten. Da sich aber Simonides daran erinnerte, wie sie bei Tisch gesessen hatten, konnte er den Angehörigen zeigen, welches jeweils ihr Toter war.

So galt Simonides von Keos schon in der Antike als Erfinder der Gedächtniskunst, die auch als Mnemotechnik bezeichnet wird. Seit jeher bedienen sich Menschen verschiedener Techniken um sich Sachverhalte zu merken: Vokabeln, Geburtstage, die Argumente für die Gehaltsverhandlung mit dem Chef, usw.. Medizinstudenten stehen vor der Herausforderung, sich beispielsweise über 200 Knochen, deren Namen und Ort im Körper merken zu müssen. Wenn sie damit fertig sind, geht es weiter mit über 600 Muskeln, über 100 Gelenke… Wie schaffen die das?

Ein erster Tipp: Die einfachste Technik ist die Eselsbrücke. Und die funktioniert am besten mit Bildern. Wie lernen Grundschulkinder, dass der Vogel mit „V“ geschrieben wird? Über das Bild eines Vogels mit dem V-förmigen Schnabel.

Boris Rickmann ist einer der acht Top-Redner der 2. Düsseldorfer Redner-Nacht am 5. September im Savoy Theater. Der Essener ist beruflich und privat im Projektmanagement tätig, wie er mit einem Schmunzeln bemerkt. In einer Bank ist er verantwortlich für Projekte, die unter anderem Portfolioveränderungen oder Prozessverbesserungen zum Ziel haben. Sein privates „Großprojekt“ ist seine Familie mit Frau und vier Kindern.