Düsseldorf: Lernen, Sport und Spaß für geflüchtete Kinder

Feriencamp : Lernen, Sport und Spaß für geflüchtete Kinder

Fünftägiges Sommerferiencamp für 30 Mädchen und Jungen aus zwei Flüchtlingsunterkünften.

Im Arena-Sportpark Düsseldorf haben geflüchtete Kinder beim Feriencamp eine Woche lang Spiel, Spaß und Bewegung gehabt. Am Freitag geht das Camp zu Ende.

Mit dem Konzept „Integration durch Sport“ haben Bundesfreiwilligendienstleistende des Sportamts (BDFler) eigenständig ein solches Feriencamp entwickelt. Es wurde von den BFDlern Lisa, Ali und Cedric in vierwöchiger Arbeit organisiert. Kombiniert wird hierbei der Spaß am Sport wie immer mit spielerischem Lernen. Lehrer fördern die Kinder während des Camps ehrenamtlich.

Unter Betreuung der drei Organisatoren wird diesmal für 30 Kinder von sieben bis 13 Jahren der Unterkünfte Nießdonk und Lichtenbroicher Weg das Programm aus Sport, Spiel und Lernen angeboten. Um eine sichere Ankunft zu gewährleisten, werden die Kinder von den Betreuern an den Unterkünften abgeholt.

Der Tag beginnt um 10 Uhr mit zwei Stunden individuellem Deutsch- und Mathe-Unterricht. Aber außerhalb davon wird in dem gesamten Feriencamp ausschließlich Deutsch gesprochen. Selbst die Kinder untereinander verständigen sich nur so. Nach einem Mittagessen setzt sich das Programm mit dem sportlichen Teil des Tages in der Leichtathletikhalle fort. Dort werden  Bewegung und Lernen spielerisch miteinander verknüpft.

Die BFDler haben ein Spiel organisiert, in dem die Kinder in zwei Teams Bilder den passenden Begriffen zuordnen mussten. Zu Beginn des Hindernisparcours liegen Bilder aus, deren zugehörige Begriffe sich am Ende des Parcours befinden. Das Team, welches am schnellsten die passenden Paare findet, gewinnt das Spiel. Die Läufer wurden von ihren Temas lautstark unterstützt.

Wie gut dieses Angebot ankommt, erzählt auch die neunjährige Avrelia, eine Schülerin der Gemeinschaftsgrundschule Max-Halbe-Straße. Ihr bereitet das Sommercamp sehr viel Freude, der Umgang mit den vielen Kindern aus unterschiedlichsten Ländern sei unproblematisch. Avrelias erzählt, ihr Lieblingsfach sei Deutsch, doch am meisten gefalle ihr am Sommercamp das Mittagessen.

Um 15 Uhr werden Avrelia und alle anderen Kinder schließlich von den Betreuern wieder in die Unterkünfte begleitet. Jeder noch kommende Jahrgang an BFDlern will das Projekt fortführen.

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