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Düsseldorf: Klinik hilft RKI bei Impfstoff-Studie

Wie wirksam sind Corona-Impfstoffe? : Corona-Studie von Schön-Klinik und RKI

Als einziges Krankenhaus in NRW ist die Klinik an der Wirksamkeits-Forschung beteiligt.

Von Semiha Ünlü

Die Heerdter Schön-Klinik kooperiert mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) bei einer wichtigen, sogenannten multizentrischen Corona-Studie: Als einziges Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen ist sie Projektpartner bei der COViK-Studie, einer krankenhausbasierten Fall-Kontroll-Studie, die das Ziel hat, Erkenntnisse zur Sicherheit und Wirksamkeit von Corona-Impfstoffen zu gewinnen.

Die Studie gehe im Wesentlichen drei Fragen nach, sagt Ammar Ghouzi, Studienarzt und Ärztlicher Leiter der Interdisziplinären Notaufnahme an der Schön-Klinik. „Zum einen wollen wir herausfinden, wie wirksam die verfügbaren Impfstoffe sind und wie lange der Schutz anhält. Zum anderen interessiert uns natürlich der direkte Vergleich der Erkrankungsverläufe zwischen geimpften und ungeimpften Personen.“ Außerdem werde sich der Blick richten auf die Reaktion des Immunsystems bei einer Infektion, wenn bereits eine Impfung vorliegt. Nur so könne man das Virus verstehen und nachhaltig auf die Pandemie reagieren, sagt der Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie sowie Notfall- und Intensivmedizin.

 Ammar Ghouzi, Studienarzt in der Schön-Klinik 
Ammar Ghouzi, Studienarzt in der Schön-Klinik  Foto: Schön-Klinik/Schön Klinik

Das Projekt, das durch das Bundesgesundheitsministerium gefördert wird, läuft bis Juni 2023 und wird durch das RKI in Zusammenarbeit mit dem Paul-Ehrlich-Institut koordiniert. „Wir sind sehr stolz, an der COViK-Studie mitarbeiten zu dürfen und dazu beitragen zu können, die Pandemie langfristig in den Griff zu bekommen“, sagt Kerstin Pittman, Geschäftsführerin der Schön-Klinik. Die Einrichtung ist eines von 14 Krankenhäusern bundesweit, das seit einigen Monaten Studiendaten liefert. „Obwohl wir im Vergleich das kleinste Haus sind, können sich unsere bisherigen Rekrutierungszahlen durchaus sehen lassen: Derzeit haben wir die Daten von 60 Patientinnen und Patienten sowie jeweils zwei Kontrollpersonen beitragen können.“

Die Studie schließt Patientinnen und -patienten von 18 bis 90 Jahren ein, die je nach Testergebnis den Fällen (positiv) oder der Kontrollgruppe (negativ) zugeordnet werden. Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer werden etwa zu Folgendem befragt: Covid-19-Erkrankung, Impfstatus, Gesundheitszustand, Schutz-/Risikofaktoren für eine Corona-Erkrankung.