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Düsseldorf: Initiative will Radfahren in Holthausen sicherer machen

Stadtteile : Am Trippelsberg: Initiative will den Radweg sicherer machen

Die Straße ist durch parkende Lkw verengt. Dadurch entstehen gefährliche Situationen für Radfahrer. Mit einem Antrag im Anregungs- und Beschwerdeausschuss will eine Initiative das ändern.

Düsseldorf beansprucht, eine fahrradfreundliche Stadt zu sein. Nicht vorhandene, schlecht ausgebaute oder zugeparkte Radwege lassen manchen Radfahrer aber an diesem Bekenntnis zweifeln. So auch auf der Straße Am Trippelsberg in Holthausen. Die Straße führt durch den Reisholzer Hafen und verbindet auf kürzestem Weg die Stadtteile Himmelgeist und Itter mit Reisholz und Benrath. Hier kommt es gerade im Berufsverkehr zu gefährlichen Situationen. Radfahrende Schüler müssen sich die Straße mit Autos und geparkten Lkw teilen.

„Schüler fahren häufig in Zweier- oder Dreierreihen. Das ist an diesen engen Stellen besonders gefährlich“, sagt Ursula Wietz. Sie ist die Sprecherin der Initiative Hafenalarm, die sich gegen die Ansiedlung weiterer Logistikbetriebe im Reisholzer Hafen engagiert. Die Gefahr entstehe, weil die Straße durch die geparkten LKW verengt ist. Die Alternative, über die Fahrradbrücke am Karweg über die Münchner Straße zu fahren, bedeute einen anstrengenden Umweg. „Radfahrende Kinder entscheiden sich den kürzesten Weg“, weiß Wietz.

Die Situation hat sich durch den Lkw-Verkehr noch verschärft, sagt Ursula Wietz. Der Verkehr habe im vergangenen Jahr noch einmal deutlich zugenommen. Hinzu komme der Bauverkehr der Baustelle Am Trippelsberg 100. „Für Autos und Fahrräder gibt es gleichermaßen kein Durchkommen“, sagt Wietz, die als Autofahrerin mittlerweile die Straße meidet. Dass es einen Bedarf für einen Radweg gibt, hat die Bürgerinitiative in einer Fahrradzählung ermittelt. Demnach nutzten an einem verregneten Samstag mehr als 800 Radfahrer die Strecke.

Damit sich an der Situation etwas ändert, hat die Initiative Hafenalarm einen Antrag im Anregungs- und Beschwerdeausschuss eingereicht.

Langfristiges Ziel: der Ausbau des Internationalen Rheinradweges

Sie schlägt vor, dauerhaft eine Zählstelle für Fahrräder Am Trippelsberg einzurichten, um die Zahl der Radfahrer zu ermitteln. „Außerdem könnte der Gehweg auf einer Seite der Straße als Radweg freigegeben werden“, schlägt Ursula Wietz als kurzfristige Lösung für das Verkehrsproblem vor. Das langfristige Ziel ist der Ausbau des internationalen Rheinradweges im Düsseldorfer Süden.

Dieser soll von der Schönen Aussicht in Benrath längs des Rheins durch den Reisholzer Hafen in den Himmelgeister Rheinbogen führen.

Der Anregungs- und Beschwerdeausschuss hat nur eine beratende Funktion. „Wir prüfen die Eingaben und geben sie mit einer Handlungsempfehlung für die zuständige Fachverwaltung weiter“, sagt Andreas Auler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses.

Am Mittwoch lag der Antrag dem Beschwerde-Ausschuss noch nicht vor.