Auch viele Familien nahmen teil Himmelgeister Brückenlauf: Läufer trotzten dem Wind

Himmelgeist · Das Wetter erinnerte zwar eher an den April, für die Teilnehmer am 18. Lauf durch Himmelgeist und das Umland waren es aber ideale Bedingungen. Viele Familien kamen und trafen sich im Anschluss im Gasthaus Krevet.

 Der Halbmarathon hat bei vielen Teilnehmern schon einen festen Platz im Kalender.

Der Halbmarathon hat bei vielen Teilnehmern schon einen festen Platz im Kalender.

Foto: Georg Salzburg (salz)

Der erste Läufer kam früh und alleine ins Ziel. Jannis Wiepck von den „Bridgerunners Düsseldorf“ brauchte 1 Stunde, 13 Minuten und 43 Minuten und gewann damit den 18. Himmelgeister Brückenlauf. Die Verfolger ließ er weit hinter sich: „Gerade mit dem Wind auf der Fleher Brücke, das war extrem“, sagte der Sieger. Bedingungen, die er auch so schon beim letzten Lauf im März in Venlo erlebte, wo er eine Stunde und 15 Minuten lief. Jetzt kam noch einmal eine deutliche Steigerung dazu. Top-Leistungen und gemeinsame Freude am Laufen liegen beim Himmelgeister Brückenlauf nahe beieinander.

Die letzten 100 Meter lief beispielsweise Teilnehmer Martin dann einfach mit Hund Nera zusammen ins Ziel. Da schien schon wieder die Sonne und die Läufer des 18. Laufs hatten den Halbmarathon geschafft. An den Start gingen um kurz nach acht Uhr in der Ortsmitte 531 begeisterte Sportler. Deutlich mehr hatten sich angemeldet, scheuten aber vielleicht das „Aprilwetter“ mit einem Mix aus Wind, Sonne und Regen. Sie starteten dieses Mal ohne die obligatorische Laola-Welle, mit der sie sonst zunächst planmäßig den Rheinbahnbus der Linie 835 grüßen, bevor es auf die Strecke geht. „Diesmal sollen die Läufer zügig starten können, damit sie nicht auskühlen und eventuell in den Regen kommen“, verkündeten die Organisatoren. Zuvor gab es eine Schweigeminute, in Erinnerung an den im vergangenen Jahr beim Himmelgeister Brückenlauf verstorbenen Läufer. Außerdem gedachte man einem Mitglied des Organisationsteams. Die Mutter des jungen Mannes, der kurz vor dem Ziel 2023 verstarb, war zum Gedenken nach Himmelgeist gekommen.

Während in den vergangenen Jahren sommerliche Hitze das Laufgeschehen prägte, kamen die etwas kühleren Temperaturen in diesem Jahr allerdings manchem Läufer am Start tatsächlich entgegen. „Das ist genau mein Wetter, nicht zu heiß, ein bisschen windig vielleicht“, sagte Jürgen Ramsauer vor dem Start. Auch Jane aus den USA startete gemeinsam mit einem Austauschschüler in Himmelgeist: „Das ist übrigens mein erstes internationales Rennen“, sagte sie.

Zusammen gingen auch Christina und Erik mit Vater Gerhard Elsbergen an den Start. Für ihn war der gemeinsame Lauf das Geburtstagsgeschenk seiner Kinder, alle drei trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Family Business“. Spontan meldete sich am Vortag dann auch noch ein Freund der Familie mit zum 18. Himmelgeister Brückenlauf an. Elisha startete mit dem Trio. Während Erik schon im vergangenen Jahr sehr schnell unterwegs war und auch als erster des Familienteams ankam, liefen Tochter und Vater dann nach ihm gemeinsam ins Ziel.

Den Sieg bei den Frauen holte Carolina Muñoz Irimia (1:31:35). Sie kommt eigentlich aus Barcelona und lebt jetzt in Holthausen. „Das hier ist meine Lieblingsstrecke in Düsseldorf“, sagte sie im Ziel, als sie die Medaille entgegennahm. Himmelgeist gefalle ihr sehr gut, verriet sie glücklich. Der flache, asphaltierte Rundkurs führte aus Himmelgeist am Wasserwerk vorbei über die Fleher Brücke dann am Neusser Yachthafen entlang zur Südbrücke. Entlang der Strecke gab es mehrere Verpflegungspunkte, eine Sambaband sorgte für Stimmung bei den Sportlern und Zuschauern.

Auch die teilnehmenden Fortuna Bosse, der Vorstandsvorsitzende Alexander Jobst (Startnummer 18) und der Aufsichtsratsvorsitzende Björn Borgerding (Startnummer 95) lobten Strecke und Lauf. „Ich bin nächstes Jahr wieder dabei“, sagte Alexander Jobst, der eine Zeit von 1:47:42 lief. Zu einer After-Run-Party und Siegerehrung ging es dann in den Biergarten des Landgasthauses Krevet. Dort fanden sich auch all die Ehrenamtlichen ein, die den Lauf gemeinsam vorbereiteten. „Alle haben Spaß“, sagte Willi Stoffels vom Orga-Team.

(sime)