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Düsseldorf: Hier baut die Rheinbahn im Sommer um

Düsseldorf: Hier baut die Rheinbahn im Sommer um

Das Verkehrsunternehmen investiert über zwölf Millionen Euro. Nach langen Verzögerungen geht es am Luegplatz los.

Düsseldorf. Nicht nur die Stadt versucht, in den Sommerferien möglichst viele Baustellen zu erledigen, auch die Rheinbahn baut in der schulfreien Zeit besonders intensiv: „Wir investieren insgesamt mehr als zwölf Millionen Euro für neue Hochbahnsteige, barrierefreie Haltestellen und neue Gleise“, sagt Rheinbahnsprecher Georg Schumacher.

Wie bei Baustellen auf der Straße geht das in vielen Fällen nicht ohne Verkehrsbehinderungen ab. Und auch vor Schwierigkeiten und Verzögerungen ist die Rheinbahn nicht gefeit, wie der im vergangenen Jahr begonnene Umbau von Haltestellen auf der Münsterstraße bewies, der nach einigen Pannen erst Monate später vollendet werden konnte (Haltestelle Haeseler Straße). Hier die wichtigsten Vorhaben in diesem Sommer:

Als erstes kommt jetzt der Luegplatz dran. Wobei das ein Euphemismus ist: Denn der Umbau des Eingangstores von Oberkassel ist nicht früh, sondern stark verspätet dran. Schon vor mehr als zwei Jahren sollte die Anlage eines Hochbahnsteiges begonnen werden, doch immer wieder kam etwas dazwischen — mal war es fehlendes Baurecht, mal fehlendes Geld, mal Probleme mit dem Denkmalschutz (die Luegallee steht mitsamt Bäumen unter Denkmalschutz).

Nun also, nachdem auch die Kirmes noch abgewartet wurde, kann es losgehen, die ersten intensiven Arbeiten am Luegplatz (U74, U75, U76, U77) stehen vom 3. bis 8. August und eine Woche später vom 10. bis 13.8. an. Natürlich wird es auch teurer: Statt der bislang kalkulierten 4,8, rechnet die Rheinbahn jetzt mit Umbaukosten von knapp 5,3 Millionen Euro. In der Folge stehen weitere Gleis- und Straßenbauarbeiten auf der Luegallee an, die Rheinbahn hofft, in einem Jahr, möglichst vor der nächsten Kirmes, mit allem fertig zu sein.

Der zweite Hochbahnsteig - mit Kosten von 4,34 Millionen Euro — wird an der Haltestelle Lierenfeld-Betriebshof (U75) gebaut. Die Arbeiten an der Erkrather Straße sind terminiert vom 18. bis 27. August und in einem zweiten Zug vom 14. bis 17. September.

Schumacher gibt zu, dass Düsseldorf im Großstadtvergleich bei den Hochbahnsteigen nicht gerade führend ist: „Das Ziel ist aber allen klar: Wir müssen und werden alle Stadtbahn-Haltestellen mit Hochbahnsteigen ausrüsten.“

Beim barrierefreien Umbau der Straßenbahn-Haltestellen steht in diesem Sommer nur der Brehmplatz auf dem Plan. Die Haltestelle (stadteinwärts) auf der Rethelstraße (U71, 706, 708) wird vom 17. September bis 7. Oktober mit einem sogenannten Niedrigbahnsteig ausgestattet.

Straßenbahnschienen haben normalerweise eine Lebensdauer von 30 Jahren, auf gerader Strecke auch von bis zu 40 Jahren. An neun Abschnitten sind sie abgefahren und werden erneuert.

Los geht es an der Aachener Straße in Höhe der Volmerswerther Straße (23. Juli bis 6. August); es folgt der Beginn der Ludenberger Straße hinter dem Staufenplatz (27. bis 31. Juli). Ebenfalls am 27. Juli beginnen die Gleisarbeiten auf der Grafenberger Allee in Höhe des S-Bahnhofs am Wehrhahn (bis 1. August) und im Bereich Schlüterstraße (27. bis 31. Juli). Weiter geht es an zwei Stellen der Erkrather Straße: in Höhe Langerstraße und an der Ecke Kruppstraße, jeweils vom 18. bis 27. August. Danach ist zwei Mal die Ackerstraße vom 7. bis 10. September betroffen — in Höhe Birkenstraße und an der Worringer Straße.

Abgeschlossen werden die Gleiserneuerungen in diesem Sommer in Pempelfort an der Stockkampstraße (rund um die Kreuzung Prinz-Georg-Straße) vom 17. September bis 7. Oktober und auf der Dorotheenstraße (zwischen Lindenstraße und Flingern S) vom 21. bis 24. September.

Sie werden an vier Stellen erneuert. Auf der Grafenberger Allee/ Schlüterstraße vom 27. bis 31. Juli; auf der Sternstraße/ Duisburger Straße vom 10. bis 14. August; am Konrad-Adenauer-Platz vor dem Hauptbahnhof (Höhe Immermannstraße) vom 8. bis 10. September; Auf’m Hennekamp/ Kopernikusstraße vom 21. bis 24. September.

Detaillierte Meldungen zu den Baustellen und etwaigen Umleitungen und Ersatzbussen will die Rheinbahn jeweils kurz vor Beginn der Bauarbeiten bekanntgeben.