ÖPNV-Pläne in Düsseldorf Suitbertusstraße wird zum Haltestellen-Novum

Bilk · An der Suitbertusstraße plant die Rheinbahn ihren Haltepunkt neu.

(ctri) Noch wird die Haltestelle Suitbertusstraße nur von der Stadtbahnlinie U 72 angesteuert. Doch das wird sich mit der Umsetzung des Rheintakt-Konzeptes ändern. Ab Januar 2024 sollen künftig deutlich mehr Straßenbahnen an der Bilker Haltestelle halten, denn die Suitbertusstraße wird in den Fahrplan der U 71 und U 83 aufgenommen. Damit drängt die Zeit für Rheinbahn und Stadt, die Haltestelle barrierefrei auszubauen – ein Anspruch, der mit dem Personenbeförderungsgesetz eigentlich schon seit 2022 besteht, durch Ausnahmeregelungen aber bislang verschoben werden konnten.

In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung 3 (zuständig für Friedrichstadt, Unterbilk, Hafen, Hamm, Volmerswerth, Bilk, Oberbilk und Flehe) hat das Amt für Verkehrsmanagement nun die Pläne vorgestellt, wie die neue Haltestelle aussehen könnte. Demnach könnte ein Novum in Düsseldorf entstehen: Zur Herstellung der Barrierefreiheit soll an dieser Stelle erstmals das Konzept eines sogenannten überfahrbaren Radkaps zum Einsatz kommen. Die Kosten für das Projekt werden auf bis zu 2,4 Millionen Euro bemessen.

Dabei wird der Radfahrstreifen, der aktuell auf Straßenhöhe vor der Bordsteinkante verläuft, angehoben und an die Wartefläche angepasst. Dahinter soll ein 82 Zentimeter breiter Einstiegsstreifen entstehen, der den barrierefreien Einstieg in die Bahn ermöglicht. Das bedeutet jedoch, dass Einsteigende den Radverkehr zunächst kreuzen müssen.

Beim Runden Tisch Verkehr sorgte dieser Punkt für Kritik. Man wünsche sich eine Signalisierung, so dass Radfahrende zum Halt davor bewogen werden. Aus vekehrsplanerischer Sicht sei dies nicht nötig, sagt das Amt für Verkehrsmanagement, und verweist auf bestehende Verkehrssignale an der viel befahrenen Kreuzung zur Aachener Straße und auf Erfahrungen mit den rund 200 bislang in anderen deutschen Städten umgesetzten Radkaps. Diesen Aspekt will das Amt aber nach Fertigstellung der Haltestelle beobachten und lässt zudem Leerrohre verlegen, die eine problemlose Nachrüstung der Signalanlage ermöglichten.

Zwei öffentliche PKW-Parkstände müssen für den Umbau weichen, der allerdings erst frühestens Mitte 2025 beginnen und 18 Monate dauern wird. Das rief deutliche Kritik in der Sitzung hervor. „Das erste Mal hat die Bezirksvertretung im Dezember 2015 nach dem barrierefreien Umbau angefragt“, erinnerte Marko Siegesmund (SPD).

Die Entscheidung für die Planung fällt der Ordnungs- und Verkehrsausschuss am 17. Januar.

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