Düsseldorf Grünes Licht für Neubau der Werstener Feuerwehrwache

Update | Düsseldorf · Am Montag wird auf dem Grundstück an der Werstener Friedhofstraße mit Baumfäll- und Rodungsarbeiten begonnen.

 So soll der Neubau der Werstener Feuerwehrwache aussehen. Die Bauzeit ist bis ins dritte Quartal 2026 angesetzt.

So soll der Neubau der Werstener Feuerwehrwache aussehen. Die Bauzeit ist bis ins dritte Quartal 2026 angesetzt.

Foto: Stadt Düsseldorf

Das Einzige, was die Feuerwehrmitarbeiter, die in der Werstener Wache stationiert sind, an der Nachricht von Freitag, 16. Februar, kritisieren könnten, ist, dass ihr dringend benötigter Neubau erst 2026 fertig sein soll und damit elf Jahre nachdem öffentlich wurde, dass die Feuerwache 7 so marode ist, dass sie den modernen Ansprüchen an eine Wache nicht mehr genügt.

2015 wurde von betroffenen Feuerwehrleuten geschildert, wo es überall hakt: Dass ein Teil der Einsatzkleidung aus Platzmangel im Fahrzeugraum hänge. Die Kellerwände undicht seien und sich bei Regen Pfützen bildeten. Unterm Dach im Winter schon mal Schnee liege. Und die Stromversorgung mit Schraubsicherungen gesichert werde. Und sogar Brandschutzmängel wurden damals aufgelistet. Kein Wunder eigentlich: Wurde die Feuer-und Rettungswache am Werstener Feld 30 soch schon bereits 1961 in Dienst genommen. Und seitdem wurde nicht viel an der Substanz gemacht. Deshalb wurde dann 2018 ein Neubau ins Spiel gebracht.

Wie die Stadt Freitagmorgen mitteilte, ist nun die Baugenehmigung für den Neubau der Feuerwehr- und Rettungswache 7 und den Betriebshof Süd an der Werstener Friedhofstraße 70-72 erteilt worden. Nun könne der nächste Schritt diesem für Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz sowie dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt wichtigen Bauprojekt erfolgen. Die Feuerwehr bekommt auf dem neuen Grundstücke den Ersatzbau ; das Gartenamt soll sich am Standort für den Süd-Bezirk zentrieren. In dem Zuge wird dann auch der Gutshof am Benrather Schloss aufgegeben. Für fast 65 Millionen Euro soll der Gebäudekomplex an der Werstener Friedhofstraße gebaut werden – rund 9200 Quadratmeter Fläche sollen den Feuerwehr- und Rettungsleuten sowie den Stadt-Mitarbeitern dann zur Verfügung stehen, wie die Pläne der Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) zeigen.

Zunächst beginnen Baumfällungen und Rodungen

Als vorbereitende Arbeiten sind jetzt aber erstmal Baumfäll- und Rodungsarbeiten, Umpflanzungen sowie Erdbauarbeiten für die Untersuchungen durch den Kampfmittelräumdienst notwendig, die jetzt beginnen sollen. Um die gesetzlichen Vorschriften einhalten zu können, werden die Baumfällungen und Rodungen noch vor Beginn der Vogelschutzzeit im Zeitraum von Montag, 19. Februar, bis Donnerstag, 29. Februar, durchgeführt, teilte die Stadt mit. Im Sommer starten dann die eigentlichen Arbeiten. Auch wegen der Corona-Pandemie waren die Neubaupläne langsamer als gewünscht vorangegangen. 2020 fand eine digitale Bürgerbeteiligung statt, bei der Anwohner der neuen Wache mitteilten, dass sie eine erhöhte Lärmbelästigung fürchten. Damals hatte die Verwaltung zugesagt, dass auf die Nachbarn Rücksicht genommen werden soll, so wie das einsatztechnisch möglich sei.

Aber nun geht es nach der jahrelangen Vorarbeit los: Zum Ausgleich für wegfallende Bäume werden an verschiedenen Stellen im Werstener Stadtgebiet 110 Bäume neu gepflanzt, teilte die Stadt mit: Besonders hervorzuheben sei, dass vier Bestandsbäume in einen benachbarten Grünzug umgesetzt werden könnten, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Durch begrünte Dächer und Fassaden an den neu zu errichtenden Gebäuden werde zudem weiterer Ausgleich direkt vor Ort geschaffen.

Im Zuge einer Luftbildauswertung wurde festgestellt, dass sich auf dem Grundstück ein ehemaliger Laufgraben aus dem Zweiten Weltkrieg befindet, der durch die Erdbauarbeiten freigelegt und im Anschluss durch den Kampfmittelräumdienst untersucht wird.

Nach Abschluss dieser Arbeiten werden notwendige Erschließungsarbeiten durchgeführt sowie die Baustrom- und Bauwasseranschlüsse hergestellt. Die eigentlichen Tief- und Hochbauarbeiten werden mit den Aushubarbeiten und dem Setzen der Grundleitungen und Fundamente ab Juni/Juli beginnen. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Anschließend erfolgt die Übergabe der Gebäude an die Nutzerämter.

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