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Düsseldorf: Für Radschnellweg sind erste Förderanträge gestellt

Planung wird euroapweit in Abschnitten ausgeschrieben : Erste Förderanträge für Radschnellweg

Wenn die Anträge positiv vom Land beschieden werden, wird die Ausführungsplanung europaweit ausgeschrieben.

(roe) Allmählich geht es voran bei der Umsetzung des Radschnellweges, der auf einer Länge von rund 25 Kilometern von Neuss über Düsseldorf nach Langenfeld und Monheim geführt werden soll, wenn auch nur in kleinen Schritten. Bereits 2013 konnte das gemeinsame Projekt der beteiligten Städte beim Landeswettbewerb für den Bau neuer Radschnellwege in NRW den Zuschlag erhalten.

Auf Anfrage der Grünen in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) 9, teilte die Verwaltung mit, dass sie bereits Zuwendungen für Planungsmittel eines ersten Radschnellweg-Abschnittes beantragt habe. Für weitere Abschnitte, bei denen keine unterschiedlichen Varianten zur Auswahl stünden, würden derzeit die Unterlagen für die entsprechenden Zuwendungsanträge erstellt. Wann aber mit der Ausführungsplanung begonnen werden kann, steht noch nicht fest: Bislang liege noch kein positiver Zuwendungsbescheid vor. Sobald dieser vorliege, könnten die nächsten Planungsphasen des entsprechenden Abschnittes europaweit ausgeschrieben werden.

Die Trasse verläuft von der Neusser Innenstadt über die Südbrücke und Volmerswerth und Flehe zur Heinrich-Heine-Universität und von dort weiter durch Wersten und Holthausen in die Bezirkszentren Benrath und Garath. In Garath verzweigt sich der Radschnellweg Süd in einen Ast Richtung Langenfeld und einen Ast über Hellerhof bis zur Stadtgrenze von Monheim-Baumberg. Ab diesem Anschlusspunkt verläuft der Radschnellweg weiter über Monheim-Mitte in Richtung der südlichen Stadtgrenze Monheims. Angedacht ist eine mögliche Verlängerung der Verbindung über Leverkusen nach Köln.

Grünen-BV-Mitglied Josef Kürten hatte in seiner Anfrage die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass das Einbeziehen der städtischen Schulbautochter IPM die Umsetzung beschleunigen könnte. Diese soll im Auftrag der Stadt jetzt auch Radwege bauen. Doch zum jetzigen Stand ist eine Einbeziehung der IPM in die Planung und Fördermittelbeantragung des Radschnellwegs nicht vorgesehen, stellte die Verwaltung klar: Die Planungen würden zu großen Teilen nach der europaweiten Ausschreibung an externe Ingenieurbüros vergeben.