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Düsseldorf: Für die „Tollen Tage“ sieht es ziemlich traurig aus

Karneval : Für die „Tollen Tage“ sieht es ziemlich traurig aus

Neben dem Rosenmontag werden wohl auch noch viele andere Veranstaltungen ausfallen.

. Dass der Rosenmontagszug vom 28. Februar auf den 8. Mai verlegt werden soll, das ist die eine Sache. Doch was ist denn mit den vielen anderen Veranstaltungen, die an den Tollen Tagen eigentlich noch auf dem Programm stehen? Und da sind eine ganze Menge Termine dabei, für die das ComiteeCarneval um Geschäftsführer Hans-Jürgen Tüllmann auch verantwortlich ist.

Doch beginnen wir mal ganz am Anfang, denn kurz nach dem Jahreswechsel, am 6. Januar, steht die Prinzenpaarkürung und die Aufzeichnung der TV-Sitzung an. Und die fällt bestimmt in eine Zeit, in der die Inzidenzwerte noch sehr hoch liegen dürften. Eine Verschiebung kommt für das CC bisher dennoch nicht in Frage.

„Der WDR möchte die Sendung ja noch in der Karnevalszeit ausstrahlen, danach macht es ja keinen Sinn mehr“, sagt CC-Sprecher Hans-Peter Suchand. Das dürfte allerdings auch im Sinne der CC-Führungsspitze sein, denn noch einmal auf etwa 120 000 Euro zu verzichten, das dürfte unter Umständen das CC in arge Schwierigkeiten bringen. „Notfalls würden wir die Sendung auch ohne Publikum aufzeichnen“, sagt Suchand.

Das Kö-Treiben wird es in
dieser Session nicht geben

Richtig problematisch wird es dann an den tollen Tagen von Altweiber bis Karnevalssonntag. Denn auch der Sturm auf das Rathaus und das Altweibertreiben stehen auf der Kippe. „Die Chancen stehen derzeit sehr schlecht, dass wir eine derartige Veranstaltung durchführen können.“ Das gilt auch für das Kö-Treiben am Karnevalssonntag, für das Suchand derzeit auch Schwarz sieht. „Der 8. Mai, an dem der Rosenmontagszug ziehen soll, ist ja ein Sonntag, von daher kann man das Kö-Treiben nur schlecht nachholen. Und auch der Altweiber-Donnerstag lässt sich nur schwer in den Mai verlegen. Das wird kaum praktikabel sein.“

Auch für die vielen Veedels-Züge dürfte diese Entscheidung das Aus bedeuten. „Wir müssen im Dezember viele Gespräche führen und einen Fahrplan für die kommende Session entwerfen. Und das wird garantiert nicht einfach werden“, meint der CC-Sprecher. Was das auch für das Prinzenpaar bedeutet, das kann man derzeit auch nur schwer abschätzen. Der Närrische Zapfenstreich, die Verabschiedung des Prinzenpaares am Dienstag nach dem Rosenmontag fällt auch ins Wasser, weil die Session nun erst am 8. Mai enden soll und das Prinzenpaar Dirk Mecklenbrauck und Uåsa Maisch bis dahin noch im Amt sein werden. Im Moment wird beim CC fieberhaft daran gearbeitet, zumindest den Kinder- und Jugendumzug am 7. Mai irgendwie gestemmt zu bekommen. Sollten wirklich alle Veranstaltungen des CC abgesagt werden müssen, dann ist auch klar, dass das CC finanzielle Probleme bekommen wird. Von daher werde man versuchen, so lange es irgendwie geht, an der TV-Sitzung und am Rosenmontagszug festzuhalten. Gerade der Rosenmontag mit den TV-Übertragungsrechten, die eine sechsstellige Summe ausmachen, und der Verkauf der Sponsorenwagen bringt ebenfalls eine sechsstellige Summe, ist für das CC die wichtigste Einnahmequelle während der Session.