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Düsseldorf: Flohmarkt für Frauen in der alten Bonbon-Fabrik

Flohmarkt in Düsseldorf : Großer Andrang beim Frauen-Trödel

Der Flohmarkt „Weiberkram" im BonBon zog mit 140 Ständen rund 300 Besucherinnen an.

Das Bon Bon, die alte Parfümfabrik an der Bonner Straße, war am Wochenende  Anlaufstelle für Shopping-Fans. Die Auswahl war groß, die Zielgruppe dabei klar definiert. „Keine Männer- und keine Kinderklamotten“, sagt Veranstalterin Melanie Diop.  Beim Flohmarkt  „Weiberkram“ sollte es nur Dinge für Frauen geben.

Vor elf Jahren hatte die Wahl-Düsseldorferin die Idee für das Konzept. Sie arbeitete als Designerin für eine Modemarke und mochte es nicht hinnehmen, dass in der Branche immer wieder Ressourcen verschwendet würden. „Das muss auch nachhaltiger gehen“, fand Melanie Diop und stellte ihre goldenen Regeln für einen gelungenen Mädelsflohmarkt auf. „Kein Ramsch, keine Plagiate, nichts Kaputtes, und gewaschen sollen die Sachen auch sein.“ Das Konzept kam an. Feste Anlaufstelle war für den „Weiberkram“ jahrelang das „Boui Boui“ in der alten Schraubenfabrik in Bilk. Nach dessen Schließung ist der Flohmarkt umgezogen auf das Gelände in Holthausen.

Vor dem Stöbern ist am Sonntag allerdings Geduld gefragt. Denn während Celina Klochhal und ihre Freundin Svenja Nörtmann noch letzte Hand an ihrem Stand auf dem Gelände anlegen, stehen die Besucherinnen draußen bis zu zwei Stunden in der Schlange. Der Wind fegt immer wieder leichtere Kleider und Blusen von Stangen oder Tischen. Die Besucherinnen bringt das Herbstwetter aber nicht aus der Ruhe: Schließlich lässt sich auf so einem Markt so manches Einzelstück entdecken, wie eine kaum getragene Designer-Lederjacke für 40 Euro.

Mit dem Abstandhalten
wird es drinnen schwierig

Celina und Svenja sind zum ersten Mal als Verkäuferinnen da. „Wir wollten es einfach ausprobieren“, erklärt Celina, die aus Duisburg angereist ist. „Vintage, Schmuck und Schuhe sind besonders gefragt“, bilanziert sie zufrieden. Während sich vor der Halle die Menge verteilt, wird es mit dem Abstandhalten drinnen schwierig. Dicht an dicht drängeln sich die Modebegeisterten durch die Gänge. „Ich bin froh, hinter dem Tisch zu stehen“, sagt dazu Ann-Kathrin Seidel. Auch für sie ist der Mädelsflohmarkt eine Premiere. „Ich habe so einen vollen Kleiderschrank. Vielleicht kann ich anderen eine Freude mit den Sachen machen“, sagt sie.

Info Der nächste „Weiberkram“ findet am 25. Oktober wieder im Bon Bon, Bonner Straße 155, von 11 bis 17 Uhr statt. Anmeldung und Infos unter:

www.weiberkram.org