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Düsseldorf feiert Kraftwerk mit spektakulärer Lichtshow

Zur Ausstellungseröffnung : Düsseldorf feiert Kraftwerk mit Lichtshow an der Tonhalle

Das Museum Kunstpalast zeigt eine Ausstellung zu elektronischer Musik. Eine Musik- und Lichtshow auf der Tonhalle setzt zum Start einige Titel der Düsseldorfer Elektropioniere in Szene. Die Gruppe hat daran mitgearbeitet.

Der Kunstpalast zeigt ab Donnerstag als erstes deutsches Museum die mehr als 100-jährige Geschichte der elektronischen Musik und ihre Verbindungen zur Kunst. Ein Höhepunkt ist dabei die Inszenierung des Gesamtwerks von Kraftwerk – schließlich stammen die Elektropioniere aus der NRW-Landeshauptstadt.

Aus diesem Anlass lässt sich Kraftwerk auch im öffentlichen Raum erleben. Um den Start zu feiern, setzen der Lichtkünstler Klaus Gendrung und Kraftwerk ab Mittwoch die Tonhalle mit einer spektakulären Musik- und Lichtinstallation in Szene. Sie befasst sich mit Songs der Gruppe – vor allem dem „Trans-Europa Express“. Gendrung hat sozusagen Kraftwerk-Erfahrung. Er kennt die Mitglieder seit langem und ist der Künstler hinter dem Rheinkometen, der Lichtinstallation auf dem Dach des Rheinturms. Die erstrahlte unter anderem 2017 an jenem Samstagabend, als die Tour de France in Düsseldorf gastierte und Kraftwerk aus diesem Anlass ein Open-Air-Konzert im Ehrenhof spielte.

Die Installation wird täglich von 17 bis 21.30 Uhr zu sehen sein. Sie dauert 15 Minuten und wird nach einer Pause wiederholt. Bester Standort für Zuschauer ist der Innenhof des Ehrenhofs vor dem NRW-Forum. Dort wird die Musik abgespielt. Die Installation läuft bis zum 18. Dezember. Sie wird ermöglicht durch die Tonhalle Düsseldorf und eine Gruppe hochkarätiger Düsseldorfer Unternehmen, heißt es in einer Mitteilung.

Die Ausstellung im Kunstpalast zeigt in mehr als 500 teils interaktiven Exponaten die unter dem Begriff „elektronische Musik“ gebündelten Musikrichtungen. Zu sehen sind Instrumente, selbstgebaute Klangerzeuger, Fotografien, Audioeinspielungen, Videos und Grafikdesign. Das Spektrum reicht von den ersten elektronischen Musikinstrumenten aus dem frühen 20. Jahrhundert bis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der zeitgenössischen elektronischen Klangproduktion. Die Schau, die bis zum 15. Mai läuft, ist eine Co-Produktion mit dem „Musée de la Musique – Philharmonie de Paris“ – auch deshalb wurde der „Trans-Europa Express“ als Motiv für die Lichtinstallation ausgewählt.