„Amt hat mir Spaß gemacht“ Düsseldorfer Ex-OB Geisel sinnt auf Revanche – im SPD-Ortsverein rumort es

Düsseldorf · Der 2020 abgewählte SPD-Mann bringt sich für die Kommunalwahl 2025 in Stellung – in seiner Partei ist man davon nicht sonderlich angetan.

 Thomas Geisel nach dem ersten Wahlgang am 13. September 2020 im Düsseldorfer Rathaus. Zwei Wochen später war er abgewählt.

Thomas Geisel nach dem ersten Wahlgang am 13. September 2020 im Düsseldorfer Rathaus. Zwei Wochen später war er abgewählt.

Foto: dpa/Marcel Kusch

. Für große Heiterkeit in der Runde der Düsseldorfer Verwaltungskonferenz mit den Beigeordneten und Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) sorgte neulich Thomas Geisel (SPD), Kellers Vorgänger. Denn an diesem Morgen, so erzählen es Teilnehmer, hatte Geisel der „NRZ“ ein Interview gegeben und am Ende auf die Frage: „Was würden Sie als erstes tun, wenn Sie wieder im Amt des Oberbürgermeisters wären?“ geantwortet: „Anstatt mit irgendwelchen symbolischen Handlungen nach vorne zu preschen, würde ich mich zunächst einmal mit den Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung zusammensetzen, um die gemeinsame Agenda festzulegen, Vertrauen zu schaffen und einen Spirit des Zusammenhalts herzustellen.“ Da schlugen sich vor allem die Dezernentinnen und Dezernenten auf die Schenkel, die unter Geisel gearbeitet haben – und dabei so oft erlebten, wie ihr Ex-Chef mit unabgesprochenen Alleingängen das blanke Gegenteil  praktizierte.