Haushalt in Düsseldorf Wohlfahrtsverbände alarmiert wegen Kürzungen bei Geflüchteten

Düsseldorf · Zwei Millionen Euro stellt die Stadt für die soziale Betreuung in den städtischen Flüchtlingsunterkünften bereit. Im aktuellen Haushaltsentwurf ist dieser Posten nahezu gestrichen. 24,5 Vollzeitstellen könnten ersatzlos wegfallen.

Michael Schmidt (Diakonie), Bettina Hajdu (Caritas-Fachdienst für Integration) und Thomas Jeschkowski (Vorstandsmitglied DRK Düsseldorf) vor der Unterkunft an der Moskauer Straße, in der derzeit 100 Geflüchtete wohnen.

Michael Schmidt (Diakonie), Bettina Hajdu (Caritas-Fachdienst für Integration) und Thomas Jeschkowski (Vorstandsmitglied DRK Düsseldorf) vor der Unterkunft an der Moskauer Straße, in der derzeit 100 Geflüchtete wohnen.

Foto: Christopher Trinks

Die Stadt plant, die soziale Betreuung geflüchteter Menschen innerhalb der städtischen Unterkünfte zum Jahresbeginn 2024 drastisch zu reduzieren. Das geht aus dem aktuellen Haushaltsentwurf des Amtes für Migration und Integration hervor. Dort ist der entsprechende Posten von zwei Millionen Euro nahezu vollständig gestrichen. Die Liga Wohlfahrt, der Zusammenschluss der sechs großen Wohlfahrtsverbände, zeigt sich in einem offenen Brief an die Stadtspitze entsetzt. 24,5 Vollzeitstellen für die Beratung und Betreuung von aktuell 3000 Geflüchteten in den kommunalen Unterkünften könnten damit wegfallen. „Das gefährdet ganz konkret die Integration dieser Menschen“, sagt Michael Schmidt, Pfarrer und Vorstandsvorsitzender der Diakonie Düsseldorf.