Bezirkspolitik in Düsseldorf Bachrenaturierung und Spielplatzsperrung sind Themen der BV

Düsseldorf · Der Kittelbach in Kaiserswerth soll umgestaltet werden. Das wird gut 3,3 Millionen Euro kosten. Die Bezirksvertretung 5 befasst sich aber auch mit Spielplätzen und Wohnungsbau.

In Einbrungen sind einige der Spielplätze gesperrt.

In Einbrungen sind einige der Spielplätze gesperrt.

Foto: Wisbrun-Irmer

Im Rathaus Kaiserswerth, Kaiserswerther Markt 23, tagt am Dienstag, 28. Mai, die Bezirksvertretung 5. Sitzungsbeginn ist um 17 Uhr. Die Sitzung, die 32 Tagesordnungspunkte umfasst, ist öffentlich und kann auch im Internet unter www.duesseldorf.de/bv/05.html live verfolgt werden. Die Unterlagen zur Sitzung stehen ebenfalls online und sind unter www.duesseldorf.de/rat/ratsinfo.html abrufbar.

Was steht unter anderem auf der Tagesordnung?

1. Eine Beschlussvorlage für die Renaturierung des Kittelbachs

2. Ein Bauantrag für ein Mehrfamilienhaus und acht Einfamilienhäusern in Angermund

3. Eine Anfrage der SPD zu gesperrten Spielplätzen in Wittlaer

4. Ein Beschluss zum geplanten Kaiserswerther Supermarkt

Warum sind die Themen wichtig für die Bürger?

1. Der Abschnitt des Kittelbaches in Kaiserswerth zwischen der Mündung in den Rhein und der Niederrheinstraße befindet sich unter anderem aufgrund einer schlechten Struktur in einen unbefriedigenden ökologischen Zustand. Deshalb soll das Gewässer umgestaltet, zum Beispiel gewunden geführt werden, und beschattete und belichtete Strecken und eine Fischaufstiegsanlage erhalten. Das Projekt, das gut 3,3 Millionen Euro kosten wird, wird zunächst den Bezirkspolitikern vorgestellt. Entscheiden über die Umsetzung wird der Stadtrat dann am 27. Juni. Baubeginn soll 2031 sein, die Bauzeit wird mit circa 24 Monaten veranschlagt.

2. In Angermund ist der Neubau eines Mehrfamilienhauses mit vier Wohneinheiten und von acht Einfamilienhäusern in der Straße Unter den Erlen 2 und Zur Lindung 49 geplant. Ein entsprechender Bauantrag wurde bereits vor zwei Jahren der Bezirksvertretung vorgelegt. Diese hatte dem Vorhaben damals aber nicht zugestimmt, da ihr die Bebauung zu dicht war und der durch den Rhein-Ruhr-Express (RRX) zu erwartende Lärm den Bezirksvertretern zu hoch erschien.

Nun wird dem Gremium eine überarbeitete Planung zur Abstimmung vorgelegt, bei der die versiegelten Flächen reduziert wurden. Zudem soll zur Auflage gemacht werden, dass durch entsprechende Schallschutzfassaden sowie -verglasungen die gesetzlich vorgeschriebenen Lärmwerte eingehalten werden müssen. Für die Bauten müssen vier satzungsgeschützte Bäume gefällt werden. Hierfür werden Ersatzpflanzungen auf den Grundstücken erfolgen.

3. Nicola Wisbrun-Irmer (SPD) hat beobachtet, dass fast alle Spielplätze im Wohngebiet in Wittlaer-Einbrungen seit über einem Jahr mit Flatterband abgesperrt sind. „Die vielen Kinder, die in dem Wohngebiet wohnen, dürfen die Spielplätze nicht mehr benutzen“, sagt Wisbrun-Irmer. Auch wenn das Wohngebiet kein städtisches Gelände ist, möchte sie nun von der Verwaltung erfahren, ob es vertragliche Vereinbarungen mit dem damaligen Investor darüber gibt, wer für die Pflege der Spielplätze zuständig ist.

4. Seit gut zehn Jahren ist der geplante Supermarkt auf dem Dreiecksparkplatz in Kaiserswerth Dauerthema. Da die Umsetzung nicht erfolgt ist, hat die Stadt nun die Zusammenarbeit mit dem Investor beendet. Ein neuer Investor soll nun mit einem Auswahlverfahren ermittelt werden.

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