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Düsseldorf: Das Capitol Theater nimmt langsam den Spielbetrieb auf

Das Capitol Theater startet am 17. September den Betrieb – unter Corona-Bedingungen : Ein kleiner Schritt in die Normalität

Mit dem Quatsch Comedy Club soll ein Stück Normalität in das Capitol Theater zurückkehren.

Mitte März senkte sich auch im Capitol Theater an der Erkrather Straße zum bisher letzten Mal wegen der Corona-Pandemie der Vorhang. Die meisten Mitarbeiter gingen in Kurzarbeit oder arbeiteten im Homeoffice. Und auf Theaterleiter Henning Pillekamp kamen fast täglich neue Herausforderungen zu. „Bisher war ich ja überwiegend im operativen Geschäft tätig. Doch das hat sich sehr stark geändert. Von da an galt es, die wirtschaftliche Katastrophe abzuwenden. Es mussten staatliche Zuschüsse beantragt werden und gleichzeitig musste ich auch zusehen, dass so wenig Geld wie möglich das Haus verlässt.“ Denn alle Einnahmen aus dem Ticketverkauf, der Gastronomie und den Mieteinnahmen aus Gastspielen sind von einem auf den anderen Tag weggebrochen.

Ab dem 18. September soll schrittweise der Weg zurück in die Normalität gelingen, denn dann hebt sich der Vorhang wieder. Los geht es mit dem Quatsch Comedy Club, weitere Shows sind in Planung. Die Veranstaltung wurde vom Club des Theaters in den großen Saal verlegt wird, um nicht nur innerhalb des Publikums die Mindestabstände einhalten zu können, sondern auch den Künstlern des Abends mehr Platz auf der Bühne und im Backstagebereich zu bieten. 426 Besucher passen mit dem geänderten Hygienekonzept nun in den Saal, in dem normalerweise 1137 Personen Platz haben. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurde ein umfangreiches Konzept entwickelt, dessen Rahmenbedingungen nun jeder Veranstaltung zugrunde gelegt und entsprechend angepasst werden.

Der Spielbetrieb ist
noch nicht wirtschaftlich

Mit dem Konzept geht die Spielstätte nach eigenen Angaben über die allgemein geltenden Sicherheitsstandards hinaus und hat unter anderem feste Ein- und Auslassszenarien entwickelt und die Lüftung im Saal angepasst. „Das kostet alles sehr viel Geld und von Wirtschaftlichkeit kann bei dieser Form des Spielbetriebs noch lange keine Rede sein, aber wir schenken sowohl unserem Publikum als auch unseren Mitarbeitern mit der Rückkehr in die Theaterwelt ein kleines Stück Normalität. Und das ist in unserer Branche momentan sehr viel wert“, erklärt Theaterleiter Henning Pillekamp das Vorgehen. Einbahnstraßensysteme und Absperrungen wurden eingerichtet, zudem werden Ordner vor Ort sein, um auf die Mindestabstände zu achten und auch der Zugang zu den Toilettenanlagen muss kontrolliert werden.

Am kommenden Samstag begrüßt Moderatorin Martina Brandl die Comedians Osan Yaran, Marco Tschirpke, Janine vom Olivenbaum und Hennes Bender. Sie haben mit ihren Stand-up-Programmen eine willkommene Ablenkung von der aktuellen Situation im Gepäck. Nicht umsonst lautet das Motto der neuen Quatsch-Saison: „All you need is laugh“. Das interaktive Schwesterformat Quatsch Comedy Hot Shot, präsentiert von Tobi Freudenthal, folgt am 20. September.

Das Programm für die kommenden Monate im Capitol Theater wird nun schrittweise ergänzt. „Da wir ein Gastspielhaus sind, gilt es nun, jede Veranstaltung separat zu prüfen. Wir gehen kein Risiko ein und haben die Sicherheit aller Anwesenden im Theater bei unseren Planungen stets im Blick“, sagt Pillekamp.

Tickets für den Quatsch Comedy Club gibt es ab 20,90 Euro unter:

capitol-theater.de