Proteste in Düsseldorf Cannabis und Palästinenser – Demos am Wochenende

Düsseldorf · Düsseldorfer müssen sich auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Samstag und Sonntag ziehen drei Protestmärsche durch die Stadt.

 Teilnehmer einer Demo Ende April auf der Kö.

Teilnehmer einer Demo Ende April auf der Kö.

Foto: Christoph Schroeter

(csr) Drei Protestzüge sind für Samstag und Sonntag laut Polizei bislang in Düsseldorf angemeldet worden. Autofahrer müssen sich in der Innenstadt auf kurzzeitige Störungen einstellen. Am Samstag findet wieder eine Pro-Palästina-Demo statt. Startpunkt ist wie üblich an der Friedrich-Ebert-Straße. Angemeldet sind 300 Personen, die ab 14 Uhr über innerstädtische Straßen – darunter wohl auch wieder die Kö – zum Burgplatz ziehen wollen. Den Abschluss bildet dort gegen 17 Uhr eine Kundgebung.

Ebenfalls für Samstag haben sich Cannabis-Aktivisten aus ganz NRW in der Landeshauptstadt angekündigt. Bis zu 500 Teilnehmer wollen unter dem Motto „Legalize it – das war fein. Jetzt geht’s um den Führerschein“ durch Düsseldorf ziehen.

Der geplante Zugweg ist eher ungewöhnlich. Treffpunkt ist um 14 Uhr im Bereich des Ratinger Tores am Hofgarten. Von dort geht es durch die Innenstadt in Richtung Oberbilk, Ziel ist die Mitsubishi Electric Halle. Dort ist als Abschluss eine Kundgebung vorgesehen. Aufgerufen zu dem Protest hat das Bündnis „Global Marijuana March NRW“, gefordert wird ein gerechter THC-Grenzwert im Straßenverkehr. Bislang gibt es hierzulande für Cannabis am Steuer keinen gesetzlichen Grenzwert wie etwa die 0,5-Promille-Marke bei Alkohol. In der Rechtsprechung hat sich ein Wert von 1,0 Nanogramm THC im Blut etabliert. Ab dann drohen bisher Sanktionen. Laut Bundesverkehrsministerium wird von Experten eine Konzentration von 3,5 Nanogramm je Milliliter Blut vorgeschlagen. Bis es zu einer Änderung des entsprechenden Gesetzes kommt, gelten die aktuellen strengeren Vorgaben.

Für Sonntag sind zu dem regelmäßig unter anderem von der Jüdischen Gemeinde organisierten Solidaritätsspaziergang „Run for their lives“ 100 Teilnehmer angemeldet. Dabei wird die Freilassung der von der Hamas entführten, israelischen Geiseln gefordert. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr an der Ecke Königsallee/ Graf-Adolf-Platz, Ziel des Spaziergangs ist der Johannes-Rau-Platz.

(csr)
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