Zweite Blaulichtmeile mit Hunde-Staffel und Rettungsboot Anfassen, Einsteigen, Ausprobieren

Düsseldorf · So viel Blaulicht gibt es sonst nur bei so genannten Großlagen. Am Samstag waren die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, der DLRG oder der Bundeswehr in eigener Sache am Start. Dabei wurden der Johannes-Rau-Platz zum zweiten Mal zur „Blaulichtmeile“.

 Der kleine Adam (2) darf auf dem kleinen Fahrzeug der Johanniter Platz nehmen. Daneben informiert Notfallsanitäter Philipp Hübner über die Arbeit der Johanniter.

Der kleine Adam (2) darf auf dem kleinen Fahrzeug der Johanniter Platz nehmen. Daneben informiert Notfallsanitäter Philipp Hübner über die Arbeit der Johanniter.

Foto: Anne Orthen (orth)

Interessierte hatten die Gelegenheit zum Beispiel die Arbeit einer Rettungshundestaffel, die extra aus Wesel angereist war, kennen zu lernen. Die Vierbeiner kommen unter anderem zum Einsatz, wenn Personen vermisst werden. Dafür brauchen sie einen Gegenstand, der nach diesem Menschen riecht, um als so genannte Mantrailer die Fährte aufzunehmen. Andere sind auf die Flächen- und Trümmersuche trainiert, beispielsweise wenn ein Mensch verschüttet wurde.

Bei dem vom Landeskommando NRW der Bundeswehr organisierten Event sollten die Besucher einen Eindruck davon bekommen, welche verschiedenen Kräfte, Geräte und Fahrzeuge zum Beispiel bei einer Katastrophe wie im Ahrtal 2021 eingesetzt werden. Anschauen, einsteigen und ausprobieren waren dabei ausdrücklich erlaubt. Highlights auf der „Blaulichtmeile“ waren ein Radlader und ein Unimog des THW. Da mussten die Kids schon eine Weile Schlange stehen, bevor sie in die Fahrerkabine klettern durften. Ohne Rettungsboot wären Feuerwehr und DLRG aufgeschmissen, wenn sie gerufen werden, weil eine hilflose Person von der Strömung des Rheins mitgerissen wurde. Allein 2023 sind fünf Menschen im Rhein ertrunken. Die DLRG hatte ihr Rettungsboot dabei, in das die kleinen Besucher begeistert kletterten. Wie in vielen Bereichen, braucht auch die Blaulicht-Familie Fachkräfte und Nachwuchs, der sich für die vielfältigen Aufgaben begeistert. Deshalb boten alle Organisationen einiges an Gerätschaften, voll ausgerüsteten Fahrzeugen und Manpower auf, um über ihre Arbeit zu informieren.

Das Ordnungsamt war mit Einsatzfahrzeugen vor Ort, darunter eine futuristisch anmutende mobile Radarstation. Außerdem bot das Team eine Bürgersprechstunde an. Großeinsätze brauchen eine gute Logistik. Dabei arbeiten die Organisationen Hand in Hand. Oft unterstützen die ehrenamtlichen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ihre Berufskollegen.

Am Samstag stellten sich die Teams des Technik- und Kommunikationszuges vor. Viel hängt bei einer Notlage von den Ersthelfern ab, die im Falle eines Falles wissen, was zu tun ist. Wer sich da unsicher war oder dessen Erste-Hilfe- Kurs schon eine Weile her ist, konnte einen Schnellkurs machen.

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