Gala für kranke Kinder Doc Heilein’s Benefiz-Konzert in der Tonhalle war ein Riesenerfolg

Düsseldorf · Der Oberkasseler Arzt Doc Heilein lud zu einer wilden Mischung aus Oper, Gospel, Pop und Musical. Die Tonhalle war ausverkauft.

Der Düsseldorfer Gastgeber Doc Heilein (6.v.l.) mit seinen Künstlern in der Tonhalle

Der Düsseldorfer Gastgeber Doc Heilein (6.v.l.) mit seinen Künstlern in der Tonhalle

Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Udo Jürgens hatte die Idee zu dem Lied „Nur ein Lächeln“ während der 44. Oscarverleihung 1972. Charlie Chaplin erhielt – begleitet vom längsten Applaus in der Geschichte der Academy Awards – einen Ehren-Oscar, nachdem er zuvor wegen Kommunismus-Verdachtes 20 Jahre nicht in die USA hatte einreisen dürfen. 52 Jahre später stellte Matthias Heilein, Arzt und Sänger aus Leidenschaft mit einem Klavier in der Praxis, das von ihm zugunsten des Vereins „Unterstützung Kranker Kinder“ initiierte Charity-Konzert unter das Motto „Nur ein Lächeln“: 1700 Menschen kamen in die ausverkaufte Tonhalle, erlebten eine wilde Mischung aus Oper, Gospel, Pop, Musical und viel Gottvertrauen, dazu rund 60 Musiker und Sänger, die das Leben feierten.

Eines muss man dem 56-Jährigen lassen: Die von ihm verordnete Medizin wirkte. Während des dreieinhalbstündigen Konzerts unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Stephan Keller wurde wirklich viel gelächelt, man amüsierte sich, hatte Spaß. Das fing mit dem spektakulären Opening an: Der stimmgewaltige David E. Moore im prächtigen Löwenkostüm sang zum Auftakt Elton Johns „Circle of Life“, den wohl bekanntesten Song aus „König der Löwen“ und zum Finale stimmten alle ein vielstimmiges Halleluja an. Dazwischen gab es Ergreifendes, Berührendes, Beseelendes und Umarmendes – ganz im Sinne des Docs, der natürlich wieder mit Inbrunst sang von der „Gnade für die Welt“ und „Von guten Mächten“ bis zu den „Ex und Ohs“ und dem Song „Nur ein Lächeln“, der zu seinem persönlichen Repertoire zählt.

Sarah Bouwers verzauberte
als Moderatorin und Sängerin

Auch diesmal verzauberte die charmante Sarah Bouwers in einer vor lauter Strass-Steinchen funkelnden Robe als Moderatorin (unterstützt von Jan Primke), aber vor allem auch als Sängerin. Wunderbar ihr Duett mit Ricardo Marinello und dem Klassiker „Libiamo“ aus Verdis Oper „La Traviata“. Gänsehaut pur bei ihrem Auftritt mit David E. Moore und dem Hit „All I ask of you“ aus dem „Phantom der Oper“.

Überhaupt gab es beim „Doc Heilein & Friends“-Konzert wieder einige Highlights. Etwa das Solo von Joel von Lerber an der Harfe, Leslie Jost mit „Skyfall“, Ekatarina Zhuravskayas grandioses „Granada“, Miriam Schäfer und ihre Interpretation von Aretha Franklins „Natural Woman“ und Eva Schäfer mit „I have nothing“ von Whitney Houston. Fein gemacht erfreute sich das Publikum – gehüllt in Smoking oder langem Kleid, in Samt und Seide – auch am Comeback der legendären Backstreet Boys („I want it that way“) und der Extra-Einlage des Initiators im Leder-Outfit, umgarnt von zwei Tänzern.

Unter der musikalischen Leitung von Armanda ten Brink aus den Niederlanden, die mit Lust und Leidenschaft im Pailletten-geschmückten Gehrock am Pult stand, überzeugten erneut die Musiker verschiedenster Bühnen, Solisten der Düsseldorfer Symphoniker, der Duisburger Philharmoniker, der Deutschen Oper am Rhein, der Wuppertaler Symphoniker und der Essener Philharmonie sowie viele in der Musikbranche bekannte Namen wie Pamela Falcon „The Voice“ und Timo Böcking am Flügel und als Arrangeur.

Das Datum für die nächste Benefiz-Gala steht bereits fest

Nicht nur der Erlös des ehrenamtlich organisierten Konzerts geht an den Verein „Unterstützung Kranker Kinder“, sondern auch 18 000 Euro, die bei der Überraschungs-Auktion von Bernd Schwarzers „Europa-Kopf“ erzielt wurden.

Wen wundert´s da – das Datum für die nächste Gala steht bereits fest: Sie ist für Sonntag, 26. Januar 2025, geplant.

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