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Düsseldorf bekommt einen Masterplan für das Handwerk

Wirtschaft in Düsseldorf : Masterplan für das Handwerk in Sicht

Stadt und Handwerkskammern unterzeichnen eine Absichtserklärung für mehr Partnerschaft. Die gab es nicht immer.

(ale) Die Stadt kommt der Forderung des Handwerks nach einem Masterplan nach. Die Spitzen von Stadt sowie Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft unterzeichneten jetzt eine Absichtserklärung. Ende des Jahres soll das Konzept stehen. Während Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) sowie Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert, ebenfalls CDU-Mitglied, jetzt bei ihrer Unterschrift Einigkeit demonstrierten, war das Klima zwischen Handwerk und Stadt in der Vergangenheit nicht immer das beste. So hatten die Kammern 2019 die Mobilitätspartnerschaft auf Eis gelegt. Ausgelöst hatte den Ärger die vom damaligen Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) mitinitiierte Umweltspur. Weiter ging der Streit, als Geisel kein Grußwort bei der Meisterfeier sprechen sollte.

Nach der Wahl Kellers zum neuen OB hatten die Kammern nicht nur im Hinblick auf die Verkehrspolitik einen Masterplan gefordert. Die Vertreter des Gewerbes kritisierten zudem, dass kommunale Unternehmen den privatwirtschaftlichen Wettbewerb behindern würden sowie zu wenig Rücksicht auf bezahlbare Gewerbeflächen genommen und zu einseitig auf die Entwicklung von Wohnraum gesetzt werde. Mit der Entwicklung von Handwerkerhöfen über die Stadttochter IDR ist bereits ein Projekt im Sinne des Handwerks auf dem Weg. Auch die Mobilitätspartnerschaft besteht seit einem Jahr wieder. Der Masterplan soll nun das Fundament dafür sein, dass künftig „gemeinsame Lösungen gefunden werden sollen, um das Handwerk verstärkt in städtische Prozesse einzubinden und zu berücksichtigen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Unter anderem wurde ein jährliches Gespräch von Stadt und Kammern vereinbart. Im Masterplan soll es um die Themen Stadtentwicklung, Mobilität, Klima und Nachhaltigkeit, Gewerbeflächen, Wirtschaftsförderung und Digitalisierung, wirtschaftliche Betätigung der städtischen Unternehmen, Vergabeverfahren, Digitalisierung der Verwaltung, Schulen und berufliche Bildung sowie kommunale Finanzen gehen. 84 konkrete Vorhaben sind formuliert.