Ausstellung zum Anfassen in Düsseldorf „Balloon Museum“ öffnet am Freitag – es wird bunt

Düsseldorf · Im neuen Balloon Museum zeigen 20 Künstler ihre aufblasbaren Werke – die sich mit unterschiedlichen Gefühlszuständen beschäftigen.

Mitarbeiterin Maristella Burchietti zeigt, wie interaktiv die Ballon-Ausstellung ist.

Mitarbeiterin Maristella Burchietti zeigt, wie interaktiv die Ballon-Ausstellung ist.

Foto: Bretz, Andreas (abr)

Aufblasbare Kunst in den buntesten Farben und Formen: Das erwartet die Besucher im neuen Balloon Museum. Am Freitag startet dort die Deutschlandpremiere der Gruppenausstellung „EmotionAir – Art you can feel“ mit Werken von 20 internationalen Künstlern. Ziel der Ausstellung ist, eine Beziehung zwischen menschlichen Emotionen und Kunst zu erforschen. Dafür können die Besucher in einigen Räumen die Kunst anfassen – und teilweise sogar in sie eintauchen. Eines der Highlights ist ein riesiger Raum mit einem fast genau so großem Bällebad. Dort kann in eine Million Bälle eingetaucht werden, an der Decke hängen 500 000 Ballons. Regelmäßig fährt ein großer Ballon von der Decke und sorgt für eine Show mit Musik und Video. Aber Vorsicht: Wer in das große Bällebad springt, sollte gut auf Schlüssel, Handy und Co. aufpassen.

Einen ersten Eindruck, wie es ab Freitag im Balloon Museum im Glasmacherviertel in Gerresheim aussehen wird, gab es schon am Donnerstagvormittag. Auf einer Fläche von 17 000 Quadratmetern ist für jeden Künstler ein separater Raum vorgesehen. In manchen Räumen stehen viele kleinere Kunstwerke, teilweise füllt die aufblasbare Kunst diese aber auch bis an die Decke aus. So zum Beispiel das Werk von Karina Smigla-Bobinski, die mit ihrem „Kaleidoscope“ ein farbliches Erlebnis zum Anfassen geschaffen hat. Große, leuchtend bunte Tafeln füllen den ganzen Raum aus, die Tische in der Mitte des Raums können angefasst werden, und alles, was Besucher mit ihren Händen machen, wird auf der großen Wand sichtbar, denn jede Berührung verändert die Tinte.

In einem letzten Raum
wurde noch fleißig gearbeitet

An einigen Stellen wurde am Donnerstag noch fleißig gearbeitet, damit alles pünktlich für die Eröffnung fertig ist. Unter anderem im letzten Raum, wo in Boxen bunte Fotokulissen aus Luftballons geschaffen wurden: eine knallgelbe Telefonzelle gefüllt mit Ballons, ein Herz umschlossen von einer Kette oder ein Wohnzimmer mit einer abstrakten Mona Lisa im Hintergrund.

Schon am ersten Wochenende werde der Ansturm groß sein, verriet eine Sprecherin vor Ort. „Am Sonntagvormittag sind keine Slots mehr verfügbar, wir hatten wirklich schon einen großen Ansturm.“ Doch alle, die sich die bunte Ausstellung anschauen wollen, haben noch genug Zeit: Bis zum 11. August gastiert das Balloon Museum in Düsseldorf – eine Verlängerung sei möglich und von den Veranstaltern gewünscht. Pro Zeitslot von 15 Minuten können 200 Besucher gleichzeitig die Ausstellung betreten, ob das zu viel oder zu wenig ist, wollen sich die Veranstalter in den ersten Tagen anschauen und gegebenenfalls anpassen. Mehr als 4 Millionen Besucher haben die bisherigen Ausstellungen in Rom, Paris, Mailand, Madrid, Neapel, London und Atlanta besucht. Die „kreative Kraft“ hinter der Ausstellung ist Lux Holding aus Italien.

Tickets kosten am Wochenende für Erwachsene (ab 16 Jahren) 24 Euro, an Werktagen vergünstigt 22 Euro. Kinder (ab drei Jahren) bezahlen ab 15 Euro. Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 11 bis 19.30 Uhr, freitags von 11 bis 21.30 Uhr und samstags und sonntags von 10 Uhr bis 21.30 Uhr (samstags) und 20.30 Uhr (sonntags). Letzter Einlass ist immer eineinhalb Stunden vor Schließung. Kostenpflichtige Parkplätze sind auf dem Gelände verfügbar.

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