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Düsseldorf: Bald geht es mit dem Kücheneck weiter

Umzug : Kucheneck: Bald geht es am neuen Standort weiter

Das kleine Café musste nach fast neun Jahren von der Bilker Allee wegziehen. Sein neuer Platz ist aber nicht weit entfernt. Wann es weiter geht, ist noch unklar.

Die rot-weiß gestreifte Auslage steht.  Das Schild hängt auch schon im Fenster. Ansonsten sieht alles noch nach Baustelle aus. Eine neue Wand zeigt die grau verputzten Fugen. Es ist staubig, die Küche steht voll mit Kisten und Mobiliar. Das wichtigste ist aber auch hier schon eingezogen. Die Backöfen. Denn bald sollen die im neuen Kucheneck wieder heizen – und die vielen Stammkunden mit frischem Kuchen versorgen.

Friederike Thyssen trägt Blaumann. Die Inhaberin werkelt auch selbst. Viel gebe es noch nicht zu sehen. Dennoch ist sie froh, einen Standort so nah am alten gefunden zu haben. Aus der kleinen Ecke an der Tankstelle, wo sich auch der Kunstverein Brause in direkter Nachbarschaft befand, mussten beide in diesem Jahr ausziehen. Seit dem Frühjahr hatte die Bäckerin nach einem neuen Lokal gesucht. Und das war gar nicht so einfach.

„Viele, die ein leeres Ladenlokal haben, wollen nicht vermieten“, sagt sie. Immer wieder habe sie Leute kontaktiert – erfolglos. Dann habe sie einen Hilferuf gestartet. Auf Flugblättern habe sie angegeben, dass sie ein Lokal suche und dieses noch im alten Laden ausgelegt und an Schaufenster geklebt, bei Läden, die leer standen. Und so habe es dann am Ende auch geklappt.

Das neue Kucheneck liegt nun an der Corneliusstraße 110 – nur wenige Meter vom alten entfernt. Und es ist ein ganzes Stück größer als das alte. „Da hatte ich nur vier Quadratmeter“, sagt Friederike Thyssen. Jetzt hat schon die Küche mehr. Trotzdem könne sie nicht mehr Sitzplätze anbieten. Immerhin betreibt sie das Kucheneck allein.

Das neue Kucheneck soll noch in diesem Jahr eröffnen

Und das schon seit fast neun Jahren. Früher habe sie in der Gastronomie gearbeitet. Als sie nach ihrem vierten Kind wieder in einen Beruf einsteigen wollte, konnte sie sich die Arbeit in der Küche nicht mehr vorstellen. Auch dort habe sie immer wieder gebacken und sich dann entschieden, dabei zu bleiben. „Gut gebackener Kuchen ist eine ganz einfache Möglichkeit, um Menschen glücklich zu machen“, sagt Friederike Thyssen. Zuerst betrieb sie nur einen Lieferdienst, vor knapp neun Jahren ergab sich dann die Möglichkeit, an der Tankstelle an der Bilker Allee ein kleines Café zu eröffnen.

„Das war ja so ein winziges Café. Da hatte man immer direkten Kontakt zu den Kunden“, sagt sie. Das sei immer schön gewesen. „Wir waren alle sehr traurig, als wir da raus mussten.“ Gespannt beobachtet sie, was mit dem Gelände passiert. Bisher nämlich noch nichts.

Die Kunden fragten indes immer wieder nach, wie es mit der Wiedereröffnung aussehe. Dass sie es zum neuen Kucheneck nicht weit haben, dürfte sie freuen. Einen genauen Eröffnungstermin gebe es aber noch nicht. Zu viele Dinge müssten noch geklärt und abgewartet werden. „Ich hoffe aber, dass wir noch in diesem Jahr eröffnen können“, sagt Friederike Thyssen. Bis dahin gebe es wieder den Kuchen-Lieferdienst.

Ob sie im neuen Lokal auch andere Dinge verändern wolle? Friederike Thyssen schüttelt den Kopf. „Ich bleibe meiner alten Linie treu“, sagt sie. Denn die habe sich bewährt. Kunden kommen nicht nur aus Düsseldorf, sondern auch aus anderen Städten in der Umgebung. Daher sehe sie keinen Anlass, Dinge zu verändern. „Es bleibt alles, wie es war.“ Bis auf den Standort vielleicht.