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Düsseldorf: Außenbereich des neuen Allwetterbades eröffnet

Freibad eröffnet : Neues Freibad in Flingern im kleinen Kreis eröffnet

Das umgebaute Allwetterbad am Flinger Broich machte seinem Namen alle Ehre. Die Schwimmer können mit dem Corona-Hygienekonzept gut leben.

Die Eröffnung der neuen Freibadbecken im umgebauten Allwetterbad Flingern hat sich Prokurist Ralf Merzig von der Bädergesellschaft sicherlich anders vorgestellt. Nachdem im März die neue Halle am Flinger Broich öffnete, sollte im Mai das Freibad eingeweiht werden. Wegen Corona konnte das nun erst am ersten Juni-Samstag nachgeholt werden. Bei nicht sehr gutem Wetter kamen noch nicht viele Besucher.

„Es ist eine moderne Anlage, aber die Alteingesessenen werden ihr altehrwürdiges Bad wieder erkennen“, meinte Merzig. Die Betonsäulen, die im alten Freibad mal das Zelt festhielten, umrahmen immer noch das Gelände. Auch der alte Sprungturm mit dem einzigen 10-Meter-Brett in Düsseldorf ist erhalten geblieben. Eins der neuen Geräte ist die noch in der Luft endende steile Rutsche, die einen freien Fall ins Wasser ermöglicht. Einige neue Attraktionen wie die Sprudelliegen fehlen allerdings noch, genau so wie der Equipmentverleih, die Buden mit Essen und Getränken sind noch geschlossen. Alles läuft nach dem Hygienekonzept ab, das bereits im Freibad Lörick und im Rheinbahn umgesetzt worden ist. Die Besucher müssen sich vorher online anmelden und sich die limitierten Plätze reservieren. In Lörick und Stockum gingen an den sonnig-heißen Tagen auch schon die Ersten leer aus.  Das Hallenbad bleibt vorerst geschlossen.

Trotz des bewölkten Himmels war am Samstag die Freude unter den Besuchern groß, endlich mal wieder ein paar Bahnen schwimmen zu dürfen. Schon am Vormittag bildete sich vor dem Eingang eine kleine Schlange mit den Sportschwimmern. Am Eingang gingen sie an einem unübersehbaren Schild vorbei, auf dem die einzuhaltenden Regeln stehen. An Regeln wie „Abstand halten“ und „Hände desinfizieren“ haben sich die Meisten aber ohnehin schon gewöhnt. Auch, dass man an den Umkleidekabinen anstehen muss, weil nur noch zwei Personen gleichzeitig eintreten dürfen, ist nichts Neues mehr. „Ich bin immer täglich schwimmen gegangen. Jetzt habe ich nach drei Monaten Pause endlich wieder die Gelegenheit dazu“, freute sich die 28-jährige Annette Kuhn, die auch vom Hygienekonzept überzeugt ist. „In den extrabreiten Bahnen hat jeder genug Platz, man kann sich teilweise sogar überholen.“ Im Wasser wird der Abstand dadurch ermöglicht, dass immer zwei Bahnen zu einer zweispurigen Bahn zusammengefasst wurden. Am Bahnende wird die Spur gewechselt, um Gegenverkehr zu verhindern. Außerdem wurden die Bahnen in „Relaxbahnen“ und „Powerbahnen“ eingeteilt, damit sich nicht unterschiedlich schnelle Schwimmer in die Quere kommen.

Die echten Schwimmer sind also vom neuen Allwetterbad überzeugt, nun muss der Stresstest mit mehr Besuchern bei besserem Wetter folgen.