DSC plant bereits für die Landesliga

DSC plant bereits für die Landesliga

Das Schlusslicht der Fußball-Oberliga stellt sich neu auf. Trainer Andreas Billetter soll eine Mannschaft mit Charakter formen.

Es war klar, dass sich beim Fußball-Oberligisten DSC 99 nach einer katastrophalen Hinrunde in der Winterpause einiges ändern muss. Doch dass die Aufräumarbeiten an der Windscheidstraße derart große Ausmaße annehmen würden, damit war Ende des vergangenen Jahres nun wirklich nicht zu rechnen. Gerade einmal zehn Akteure aus dem Kader, mit dem der DSC im vergangenen Sommer in die Saison startete, bleiben dem Verein in der Rückserie erhalten.

Trainiert werden sie ab sofort von Andreas Billetter, der nach Sebastian Saufhaus und Jörg Vollack bereits der dritte Cheftrainer in der laufenden Spielzeit ist. Es brauchte schon etwas Überredungskunst, um den 44 Jahre alten A-Lizenzinhaber davon zu überzeugen, das Co-Traineramt beim B-Jugend-Bundesliga-Team von Viktoria Köln niederzulegen und das Kommando beim DSC zu übernehmen.

„Wir haben uns für Andreas Billetter entschieden, weil er vor allem im Jugendbereich gut vernetzt ist. Wir wollen langfristig eine Mannschaft aufbauen, die sich insbesondere aus Spielern aus dem eigenen Nachwuchs zusammen setzt und sich wieder stärker mit dem Verein identifizieren“, sagt der erste Vorsitzende Dirk Leitzbach.

In Anbetracht von 13 Zählern Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz denken selbst Träumer nicht mehr an den Klassenerhalt. Doch in der schier aussichtslosen Situation sieht Billetter auch eine Chance. „Ich habe jetzt mehrere Monate Zeit, mir ein Bild vom Team zu machen, um dann zu sehen, mit welchen Spielern man eine schlagkräftige Mannschaft für die Landesliga aufbauen kann“, sagt der neue Linienchef.

Mit den Verpflichtungen der weitestgehend unbekannten Kohsuke Ide (19 Jahre/VSF Amern II), Babacan Citak/19/SC Hassel), Gibril Nije (23/ 1. FC Mönchengladbach), Enoch Wölfer (21/SV Schermbeck), Vato Murjikneli (20/SF Baumberg) sowie Pascal Pitzer (27/VfL Benrath) deutete der „Club“ bereits an, wohin die Reise künftig hingehen soll. „Wir suchen hauptsächlich Spieler im Alter von Anfang 20 Jahren und wollen eine charakterstarke Mannschaft aufbauen, die langfristig vielleicht noch einmal an die Tür zur Oberliga anklopfen kann“, erklärt Billetter, der der schweren Rückrunde „ganz gelassen“ entgegen blickt.

In den ersten 17 Saisonspielen gelang dem DSC 99 gerade einmal ein Sieg. 15 Begegnungen gingen verloren, insgesamt gab es 58 Gegentore. Zumindest diese Zahlen möchten die Verantwortlichen an der Windscheidstraße in der Rückrunde verbessern.

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